November 2008

Kathrin und die Jugendpornographie

Als Deutscher sollte man den folgenden Text besser nicht lesen, sonst droht Geldstrafe oder sogar Knast:

Ohne zu zögern, ergriff Kathrin die Initiative: Noch bevor der Fahrprüfer auch nur ein einziges Wort sagen konnte, hatte ihm die zierliche Blondine, die keinen Tag älter aussah als sechzehn, schon die Hose aufgeknöpft und sein bestes Stück aus den Boxershorts gepellt. Nun musste er fassungslos beobachten, wie sich grellrot geschminkte Lippen wieder und wieder über seinen hart pulsierenden Prügel stülpten, während gleichzeitig geschickte Finger Eier und Sack bearbeiten. Franz beschloß, die Sache mit der roten Ampel noch mal zu überdenken, und schob seine Hand zwischen ihre einladend gespreizten Beine [...]

Erklärung: Bei dem kleinen, selbstverständlich rein fiktiven Ausschnitt oben handelt es sich um Pornographie, genauer gesagt um ein wirklichkeitsnahes Geschehen mit Scheinjugendlichen. Unsere gute Kathrin ist zwar schon volljährig (sonst könnte sie nicht an einer Fahrprüfung teilnehmen), aber sie sieht eben nicht so aus. Und deswegen muss man Jugendliche vor solchem Zeug schützen, meint Pappa Staat in seiner unendlichen Weisheit, denn sonst kämen die noch auf sonderbare Gedanken, anstatt brav 400,- Euro für die Wiederholung der Prüfung abzudrücken.

Tja, um sich so einen Hirnschiss auszudenken muss man schon Politiker sein. Natürlich produziert dieser Unfug nichts weiter als Scheinstraftaten, die man dann mit durchaus realen Hausdurchsuchungen und anderen Repressionen vorgehen kann, aber kann man sich noch sicher sein, ob diese Nebenwirkung wirklich unerwünscht ist? Immerhin kann man in einer Gesellschaft, in der jeder irgendwann, irgendwie gegen Gesetze verstößt, viel leichter willkürlich schalten und walten, und selektiv vor allem diejenigen verfolgen, die aus ganz anderen Gründen in Ungnade gefallen sind. Diese Erklärung ist zumindest plausibler als die manchmal geäußerte These, Brigitte Zypries hätte dieses Gesetz persönlich angeordnet, um sich unliebsame, jüngere Konkurrenz vom Hals zu schaffen. Das ist selbstverständlich Unfug – nach allem, was man so hört, hat Frau Z. mit Männern überhaupt nichts im Sinn.

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