Philip Morris: Zusammen mit dem Staat gegen die Kunden
Schmeckt nach Etatismus und VerratKann man als Zigarettenhersteller für höhere Tabaksteuern, Handels- und Werbeverbote und sonstige Gängelvorschriften eintreten? Na klar, meint man bei Philip Morris, denn derartige Staatseingriffe würden die Konkurrenz stärker schädigen und dem Marktführer somit einen relativen Vorteil verschaffen.
“Asoziale Marktwirtschaft” at its best, anstatt ein gutes Produkt zu einem günstigen Preis anzubieten, versucht man lieber zu Lasten der Kundschaft der Konkurrenz eins auszuwischen. Übrigens eine Strategie, mit der schon vor Jahren die grossen Hersteller gentechnisch optimierten Saatgutes auf die Nase gefallen sind – die wollten nämlich auch überzogene Kontrollen und Prüfvorschriften, um kleinere Mitbewerber vom Markt fernzuhalten. Was nicht nur Ökospinnern eine Steilvorlage lieferte (wenn sogar Hersteller strenge Gesetze forden, muss es ja wirklich gefährlich sein), sondern obendrein dazu führte, dass die ganze Branche praktisch zu Tode reguliert wurde und bis heute kaum entsprechende Pflanzen auf den Feldern (speziell in der EU) zu finden sind.
Wie auch immer, Freiheitsfreunde sollten sich jedenfalls überlegen, ob sie auf die Marken des Konzerns (neben Marlboro und “Philip Morris” u.a. L&M, Chesterfield, Karo) nicht lieber verzichten wollen. Der freundliche, vietnamesische Straßenhändler an der Ecke berät gerne über Alternativen.



