jugendschutz.net: intransparent, teuer, überflüssig

Alvar Freude hat sich in einem aktuellen Blogeintrag ausführliche Gedanken über jugendschutz.net gemacht und insbesondere die zweifelhafte Struktur der Möchtegern-Zensurbehörde, die in Wirklichkeit ein Privatunternehmen(!) zum Zwecke des Abgreifens von Fördergeldern ist, schön herausgearbeitet.

Auch wenn die (alles entscheidende) Frage, auf welcher Basis zwangsweiser “Jugendschutz” in Form von Zensur durch den Staat (der, wie Alvar korrekt erkennt, in Wirklichkeit mehr Kulturkampf als echtes Bemühen um das Wohl der “Jugend” ist) überhaupt jemals legitim sein kann, leider nicht beantwortet wird, ist der Artikel dennoch sehr lesenswert und bietet (nicht zuletzt in den verlinkten Quellen) einen guten Blick hinter die Kulissen dieser mehr als fragwürdigen Einrichtung.

Update: Der Kommentar von “Peter K.” bringt auf den Punkt, worum es hier tatsächlich geht:

Solche “Stellen” tummeln sich massenweise nicht nur im www, sondern auch noch an anderen Orten der Realität. Es geht um Jugendschutz, Sozialarbeit, Behinderte, Umwelt, Frauen usw. usw. Alimentiert werden diese Firmen direkt oder indirekt aus der Staatskasse. Warum gibt es nun diese Firmen ?

Ganz einfach: Es ist schier völlig unmöglich, allen Kindern, Enkelkindern, Nichten, Neffen und sonstigen Nepoten der in den Parlamenten vertretenen Parteien und deren Amtsträgern Posten und Pöstchen im öffentlichen Dienst zuzuschieben

Treffender kann man es wohl kaum sagen.

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