“Licht aus” am Samstag?
Das primäre Ziel der Aktion “Licht aus!” (es geht darum, dass möglichst viele Haushalte am Samstag abend um 8 für 5 Minuten das Licht ausschalten) ist zwar die gemeinsame Pflege der kollektiven Klimahysterie, tatsächlich könnte damit aber das Gegenteil erreicht werden: Experten warnen jetzt vor großflächigen Stromausfällen, wenn zu viele Stromverbraucher mitmachen. Je nach Umfang der automatischen Netzabschaltungen kann es dabei mehrere Stunden dauern, bis die Versorgung wieder hergestellt werden kann.
Der Clou bei der Sache: Damit könnte die schweigende Mehrheit, die sich bislang kaum mit dem Thema befasst hat oder unkritisch die Horrorprognosen selbsternannter “Wissenschaftler” aus den Massenmedien nachbetet, einmal am eigenen Leib zu spüren bekommen, wie sich “Klimaschutz” wirklich anfühlt – an Stelle eines fünfminütigen freiwilligen Verzichts, aus den man jederzeit aussteigen kann, wenn man sich’s anders überlegt hat oder die Sache zu langweilig wird, säße man für Stunden im Dunkeln, ohne Exitoption, und ohne Information darüber, wie lange der Stromentzug noch dauern wird. Das wäre ohne Zweifel ein wesentlich realistischerer Ausblick auf die seit einiger Zeit im Stillen vorbereitete Energierationierung, die aktuell unter dem Deckmantel von Kyoto&Co. massiv vorangetrieben wird.
In Bezug auf die Stromversorgung ist das Rationierungsszenario vor allem deswegen von besonderer Aktualität, weil in 2008 mit Biblis A das erste grössere Kernkraftwerk (1225 Megawatt Leistung) abgeschaltet werden soll, womit sich die Fehlkapazitäten auf einen Schlag mehr als verdoppeln würden. Im Gegensatz zum Ausfall der beiden (kleineren) KKW Stade und Obrigheim könnte es diesmal passieren, dass der Verlust nicht mehr durch Hochfahren alter Kohle- und Gaskraftwerke und Importe aus Nachbarländern ausgleichbar wäre. Neben den sowieso fest einkalkulierten massiven Preiserhöhungen wären in diesem Fall auch stundenweise Zwangsabschaltungen von Stromverbrauchern vorstellbar, wie man sie bislang nur aus unterentwickelten Ländern der Dritten Welt kennt – mit entsprechend fatalen Folgen für Wirtschaftsleistung und Lebensqualität.
Sollte “Licht aus” tatsächlich unbeabsichtigt einen Vorgeschmack auf kommende Stromknappheit und deren Folgen liefern, könnte sich die Aktion durchaus zu einem Bumerang für die Ökohysteriker aus Politik und Interessensverbänden entwickeln, nämlich dann, wenn anstelle der vagen und wissenschaftlich zweifelhaften “Gefährdung” durch den angeblichen “Treibhauseffekt” die sehr reale Bedrohung der Versorgungssicherheit durch künstliche Angebotsverknappung infolge grünutopischer Ausstiegsspielchen in den Fokus der öffentlichen Diskussion geriete.
Könnte es aus dieser Perspektive für aufgeklärte Freunde von Freiheit und Zivilisation vielleicht sogar sinnvoll sein, sich an der Aktion zu beteiligen? Meine Antwort wäre ein klares “jein”: Die Aussicht, Realitätsleugner und Ökophantasten aller Couleur für ein paar Stunden zum Nachdenken bei Kerzenschein zu zwingen, ist zwar ohne Zweifel verlockend, dem steht jedoch die Gefahr entgegen, bei einem störungsfreien Verlauf unter breiter Beteiligung erst recht die Ausbreitung der kollektiven Klimawahnvorstellungen zu fördern; die Überzeugungswirkung einer medial romantisierten “alle machen mit”-Kuschelkampagne sollten diesbezüglich nicht unterschätzt werden. Explizite “Licht an!”-Gegenaktionen bergen jedoch die Gefahr, durch erhöhten Stromverbrauch ungewollte Beihilfe zu leisten, sind also auch nicht uneingeschränkt empfehlenswert. Besser ist folgender Mittelweg: Sichtbare Verbraucher (Licht) nicht ausschalten bzw. demonstrativ einschalten, um ein erkennbares Zeichen gegen den Ökowahn zu setzen. Unsichtbare Verbraucher (Heizung, PC, Maschinen) können dagegen abgeschaltet werden, wenn man für ein paar Minuten auf sie verzichten kann. Hier bieten sich vor allem Geräte an, die mit Nachtstrom betrieben werden (Boiler, Nachtspeicherheizung), denn die laden einfach dann weiter, wenn der Strom wieder da ist.
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Ich bin für Licht aus! Und wenn es beim ersten mal nicht klappt, dann eben ein zweites und drittes mal. Gerade wegen des eventuellen Kollapses.
Dabei sollte es jedoch nicht um Klimaideologie gehen, sondern den Stromkonzernen der dicke Finger gezeigt werden. Die Marktmacht kann auch von unten kommen.
// Paul // 2007-12-06 21:57 // -
[...] DrChaos [...]
// Freundeskreis Selfkant » Licht aus im Selfkant ? // 2007-12-07 11:45 // -
Hallo,
wie kommst Du auf die Idee, daß der Treibhauseffekt ein angeblicher sein soll?
Wie kommst Du dazu, Klimawissenschaftler pauschal “selbsternannt” zu nennen?
Warum bleibst Du nicht sachlich?Viele Grüße
// Frank // 2007-12-08 06:52 //
Frank -
@Frank
Als selbsternannt könnte man z.B. mindestens 3400 von den bis zum Erbrechen bemühten 3500 sogenannten Klimaforschern des sogenannten IPCC bezeichnen, denn es handelt sich bei fast allen von ihnen um politisch installierte Bodentruppen, die die Durchsetzung des globalen Klimaglaubensbekenntnisses mit anschließender Kollekte sicherstellen sollen. “Echte” Klimaforscher treiben sich da vielleicht 60 – 80 rum. Davon werden noch welche namentlich als Unterzeichner aufgeführt, die sich öffentlich vom IPCC und seinen Schlußfolgerungen losgesagt haben. Und was die angeblich mangelnde Sachlichkeit angeht: solange jeder verblödete Lemming in diesem Land den Al-Gore-Stumpfsinn nachbetet, wonach die Temperatur der Atmosphäre dem CO2-Gehalt folge (es ist mit einer Verzögerung von ca. 800 Jahren exakt umgekehrt), kann man für jede kritische Gegenstimme zu dem Propagandagekasper nur dankbar sein.Viele Grüße
// Dietmar // 2007-12-08 20:36 //
Dietmar -
Nachtrag, war um 1000 übertrieben:
// Dietmar // 2007-12-08 22:37 //
Ich muß mich korrigieren, es ist ja zugegebenermaßen nur die Rede von 2500 IPCC-Wissenschaftlern, das Ergebnis bleibt im Prinzip allerdings dasselbe: http://www.oekologismus.de/?p=825 -
Hallo Dietmar,
warum immer die großen Kanonen? Ich sehe überhaupt kein globales Klimaglaubensbekenntnis, die Interessen der einzelnen Länder & die Auffassungen über den Klimawandel gehen doch viel zu weit auseinander, sonst wären sie sich doch schon längst alle einig. Welche Kollekte meinst Du?
Es ist mir eigentlich egal, wieviele Leute beim IPCC mitarbeiten, wieviele davon Wissenschaftler sind. Was die Medien aus dem Klimawandel machen, ist auch ein ganz anderes Thema. Meiner Meinung nach vereinfachen Medien immer, da wir oder die meisten von uns einfache Darstellungen wollen & die Realität ist ja auch komplex.
Das Du oder die Info´s auf ökologismus.de die Methoden vieler Wissenschaftler kritisieren, halte ich auch für richtig, aber alle über einen Kamm zu scheren, finde ich auch sehr einfach. Die seriösen Wissenschaftler sind sich den Grenzen Ihrer Modelle durchaus bewußt, sie arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten & Chaos, mathematische Verfahren. Man muß nur die Ergebnisse richtig interpretieren. Den Wissenschaftlern pauschal falsche Absichten zu unterstellen, finde ich nicht richtig und ziemlich vereinfachend.
Klar, das Klima war nie stabil und geologisch betrachtet war der CO2-Gehalt vor langer Zeit auch sehr viel höher. Aber die über Jahrmillionen gebildeteten Vorräte an fossilen Rohstoffen (sie haben das ursprünglich in der Atmosphäre vorhanden CO2 gespeichert) in -geologisch betrachtet- extrem kurzer Zeit wieder in die Luft zu pusten und damit den CO2-Gehalt in extrem kurzer Zeit wieder auf den Gehalt von vor mehreren Millionen Jahren zu bringen, ist vermutlich keine gute Idee.
Woher hast Du das mit den 800 Jahren? Das interessiert mich.Abgesehen davon halte ich die Auswirkungen von Preiserhöhungen auf Energie nicht für unatraktiv: weniger Verkehr in der Stadt, weniger Fluglärm, weniger neue Straßen, das ist doch eine schöne Perspektive, oder nicht?
Viele Grüße
// Frank // 2007-12-10 21:42 //
Frank



