November 2007

Lach mal wieder!

Bekannte Folge von zu viel gutem Hollandgras: So ein Lachflash ist am Anfang eine Riesengaudi, aber nach 20 Minuten fängt es an wehzutun:

OT: Spamproblematik

spam.jpg
Quelle: sxc.hu

Seit mittlerweile drei Tagen kippt hier irgendein Spammer-Arschloch massenweise sinnfreie Kommentare rein, meist mit Werbung für Subdomains von “bhtail.cn”, und über verschiedene Dialup-IPs (vermutlich ein Botnetz). Dass diese Kommentare in der Regel eh in der Moderationsqueue hängenbleiben, scheint ihn weniger zu stören, mich allerdings nervt es mittlerweile ganz erheblich.

Falls jemand den betreffenden Typen kennt, richtet ihm bitte folgendes aus: Sollte ich eines Tages herausbekommen, wo er wohnt, werde ich ihm mit meinem Baseballschläger ein Dutzend mal in die Eier hauen, und sämtliche Rippen brechen. Danach gibt es eine fette Ladung Peitschenhiebe auf Rücken und Fußsohlen, mit anschliessendem Waterboarding in einem Fass Essigsäure. Garniert wird die Aktion mit regelmässigen Stromschlägen aus dem mitgebrachten Kuhzaunaggregat, dessen Elektroden ich mit Starterkabeln an seinem besten Stück befestigen werde. Nach dieser Begrüssung setzen wir uns zusammen und überlegen gemeinsam, wie die Bestrafung für solche Schandtaten aussehen kann. Juristische Mittel werden es jedenfalls nicht sein…

Und falls mir jetzt jemand erzählen möchte, ich würde überreagieren, kann er sich gleich hinten anstellen.

frech, frecher, Parlamentarier

Twister analysiert bei tp schonungslos die Unfähigkeit und Verlogenheit diverser Bundestagsabgeordneter am Beispiel der Vorratsdatenspeicherung. Nicht dass wir das nicht schon immer gewusst hätten, aber man kann es trotzdem nicht oft genug hinschreiben.

Pixelkunst

Leider kein Game-Screenshot, sieht aber trotzdem saugeil aus (klick für grosse Version):

ny.jpg

Das Bild ist übrigens von François Baranger aus Paris, der auf seiner Website noch tonnenweise anderes cooles Zeugs rumliegen hat, offenbar aber keinen Stadtplan von New York City besitzt (sonst hätte er das Empire State Building wohl kaum nach Brooklyn versetzt, aber na ja, wer ist schon perfekt).

via nerdcore

Kollegenärger…

…drüben bei den Freiheitsfabrikanten:

Da beschwert sich doch tatsächlich einer darüber, dass er von deren Aggregator aggregiert wird. Stellt sich die Frage, wozu stellt man Texte ins Web, wenn man anschliessend nicht verlinkt werden will? Die beantwortet der Beschwerdeführer leider nicht. Immerhin gibt er erschöpfend Auskunft über seinen Geisteszustand:

Es ist wohl unbestritten, dass eine eigene Werkschöpfung bei Ihnen völlig fehlt.
Ich werde nie begreifen, wie man so dreist und unverschämt sein kann, automatisch Inhalte abzugreifen, daraus eine Internetpräsenz baut, nur aus den Werken Anderer.
Ich werde dies auf keinen Fall hinnehmen – insbesondere wenn ich sehe, dass unsere Inhalte neben dem oftmals rassistischen Dreck von XXXXXXXX stehen. Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind?

Nun haben die Freiheitsfabrikanten mittlerweile über 1000 Blogeinträge produziert, d.h. etwa viermal so viel wie ich, von einer fehlenden “eigenen Werkschöpfung” kann also wirklich nicht die Rede sein.

Ich sollte gleich zum Anwalt gehen und Ihnen die Rechnung präsentieren.

Wer nix in der Hose hat, droht mit seinen 20 grossen Brüdern. Oder dem Anwalt…

Freitagmittag, 12.00 Uhr – die Uhr tickt und wenn ich jetzt weiter schreibe, dann werden sie mich wegen Beleidigung rechtlich belangen.

…und unterstellt im gleichen Atemzug seinem Gegenüber das gleiche Kindergartenniveau. Gleich darauf der grösste Knaller:

Was für ein unverschämter Dreck! Solche Leute wie Sie, die Ihre Existenz daraus ziehen, die Inhalte anderer zu übernehmen, sind dafür verantwortlich, wenn keine freien Lizenzen oder keine Creative Commons-Lizenzen mehr genutzt werden.

Eine “freie Lizenz” (der Name deutet das schon an) bedeutet, dass die unter dieser Lizenz befindlichen Inhalte frei verwendet werden können. Und genau diese freie Verwendung soll plötzlich Ursache dafür sein, dass irgendjemand seine Inhalte nicht mehr unter eine freie Lizenz stellt? Sehr einleuchtend.

Ich werde mir mit meinem Co-Autor überlegen, ob wir unsere Werke zukünftig unter ganz normales deutsches Urheberrecht stellen.

Wir schlottern alle schon vor Angst…

Solche Leute wie Sie sind der Grund, warum das Internet zu dem Moloch geworden ist, welches wir heute oftmals vorfinden.

Dieser Satz ist unzweifelhaft der, der mich am allermeisten an diesem Penner aufregt, denn das ist eine faustdicke Lüge und exakt das Gegenteil ist wahr:

Früher gab es keine solchen Vollpfosten -wie den fraglichen “Blogger”- im Internet. Denn da brauchte man Verstand und technische Kenntnis, um überhaupt ins Netz hineinzukommen, ein zuverlässiges Ausschlusskriterium für die ganzen unterbelichteten Anwaltsdroher und Mamiheuler. Damals war das Netz unreguliert, unkultiviert, rechtsfrei, wertvoll und schön. Reine Anarchie eben. Dann kamen die DAUs, die Seuche der 90er, und in ihrem Gefolge Politiker, Anwälte, Internetpolizisten und das ganze Geschmeiss. Binnen weniger Jahre zerstörten sie alles das, was andere vorher aufgebaut hatten, verseuchten die Kultur, zertrampelten die Freiheit, machten die einzigartige, wundervolle virtuelle Welt zu einer billigen Kolonie ihres ekelhaften, kleingeistigen “Rechtsstaats”. Plötzlich rannte jeder Pimpf, der sich von irgendwem oder irgendwas irgendwie belästigt fühlte, zum Anwalt oder Staatsanwalt und heulte sich über die bösen, bösen Buben im Internet aus; einer Welt, die sie weder geschaffen noch verstanden hatten, trotzdem aber irgendwie als ihr neues Spielzeug und ihr “Recht” betrachteten.

Wir haben sie nicht gerufen, und wir haben sie nicht gewollt, und wenn es nach mir ginge, würden die ganzen Spasten noch heute vor der Glotze hocken und “interaktiv” Videotext und SMS-Chats benutzen. Alles andere ist Perlen vor die Säue geworfen, nur leider kann niemand so viel Wurst essen, wie erforderlich wäre, um das störende Gegrunze jetzt noch zum Verstummen zu bringen. Der Zug ist abgefahren, was bleibt ist jetzt nur noch ein neues, besseres “Internet 2.0″ zu bauen, und das Gesindel dort zumindest für einen gewissen Zeitraum auszusperren. FreeNet (nicht das von Mobilcom) ist ein solches Netz, zumindest für die nächste Zeit.

Kleiner Spass am Rande: Der (bislang noch nicht bekannte) Blogmotzer hält seinen Hirnschiss auch noch für eine “Werkschöpfung”, die man nicht veröffentlichen dürfe – der feuchte Traum eines jeden Idioten, nicht als solcher erkannt zu werden. Hat natürlich nicht geklappt:

Und wissen Sie, was das gute an solchen ausgiebigen Mails ist? Sie unterstehen ebenso der eigenen Werkschöpfung.
Ich würde sie an Ihrer Stelle also nicht veröffentlichen – mal wieder völlig von der Unverschämtheit abgesehen, private Konversation veröffentlichen zu *wollen*. Ich würde es auch eher ablehnen, bei Ihnen genannt zu werden.

Ich persönlich würde dem letzten Wunsch auch noch gerne entsprechen; sachdienliche Hinweise diesbezüglich werden gern entgegengenommen und ggf. prämiert.

Stahlpenis

“mein Schwanz ist deutsch, und deiner klein” – LOL, ich schmeiss mich weg…

Sensation des Tages

Das Ungeheuer von Loch Ness wird ja öfter mal gesichtet, aber das, was abgeordnetenwatch.de unlängst zu Tage gefördert hat, ist noch viel spektakulärer; es handelt sich um nicht weniger als einen ehrlichen Politiker! Hört, hört:

Sehr geehrter Herr Borkert,

Sie werden hinnehmen müssen, daß der Gesetzgeber in Sachen Vorratsdatenspeicherung anderer Meinung ist als Sie. Vorratsdatenspeicherung hat mit Terrorismusbekämpfung relativ wenig zu tun. Ich wäre für die Vorratsdatenspeicherung auch dann, wenn es überhaupt keinen Terrorismus gäbe.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz

Schon zwei Tage nach Verabschiedung eines Gesetzes zuzugeben, dass die dafür angeführten “Begründungen” ausnahmslos vorgeschoben waren, ist ohne Zweifel ein neuer Rekord. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, ist es durchaus vorstellbar, dass Politiker eines Tages schon vor der Abstimmung Auskunft über ihre wahren Beweggründe geben. Spätestens dann, wenn man für das Dagegensein auch ganz offiziell eingesperrt werden kann.

Verfassungsbeschwerde gegen Vorratsdatenspeicherung: Jetzt mitmachen!

Kost’ (fast) nix, und hilft ‘ne Menge: Noch bis zum 19. November24. Dezember kann man sich zum Preis einer Briefmarke der Sammelklage gegen die unsägliche Vorratsdatenspeicherung anschliessen, indem man das verlinkte Formular ausfüllt und per Post an die angegebene Adresse schickt.

Wer noch nicht unterschrieben hat, sollte das jetzt unbedingt tun, egal ob er ein solches Verfahren für aussichtsreich hält oder das Grundgesetz bzw. das Bundesverfassungsgericht als legitime Rechtsprechungsinstanz akzeptiert (ich z.B. tue das ausdrücklich nicht). Warum? Ganz einfach: Man zeigt damit, dass man mit der zunehmenden Überwachung und Kontrolle nicht einverstanden ist, dass man Onkel Wolfgang das Märchen vom guten Staat, der die Grossmutter auf keinen Fall fressen, sondern im Prinzip nur beschützen und allerhöchstens zu ihrem eigenen Besten ein ganz kleines bisschen anknabbern will, nicht glaubt:

Je mehr Menschen mitmachen, desto schwieriger wird es für Märchen-Wolfgang und seine Helfershelfer, Kritik am fortwährenden Marsch in den Überwachungs- und Polizeistaat als irrelevante Randmeinung einiger Paranoiker abzutun. Das sollte einem schon eine Briefmarke wert sein.

(Plakat gefunden bei paxx)

Abmahngeiern das Geschäft versauen

Der Brötchenabmahner Folkert Knieper (“Marions Kochbuch”) treibt offenbar immer noch sein Unwesen, aktuell hat’s wohl finger.zeig.net die Lust am Bloggen verdorben.

Ich denke, speziell gegen den feinen Herrn Knieper sind kreative Gegenmaßnahmen gefragt. Natürlich meine ich damit nicht, dass jemand jetzt nach HamburgWahrenholz fährt und ihm eins auf die Mütze gibt (auch wenn mich wohl keiner zwingen kann, Mitgefühl zu heucheln, wenn es denn trotzdem passierte), nein, das geht viel wirkungsvoller und völlig legal mit folgendem Plan:

  1. Möglichst viele Blogger stellen die knieper’schen Bilder möglichst originalgetreu nach und stellen die nachgemachten Fotos unter einer freien Lizenz ins Web
  2. Möglichst viele Blogger benutzen und verlinken diese abfotografierten Bilder
  3. Wenn genügend Blogger 1.) und 2.) befolgen, hat Knieper ein Riesenproblem

Warum? Ganz einfach: Die abgemahnten Bilder sind meist recht klein. Auf einem kleinen Bild kann man aber kaum erkennen, ob es jetzt das “Original” von Knieper ist oder die nachgestellte Version. Damit wird Knieper und seinen Helfershelfern die Suche nach “Rechtsverletzungen” schon mal deutlich erschwert – und bei jeder unberechtigten Abmahnung kann man ihm Schadensersatzforderungen bis zum maximal Möglichen um die Ohren hauen.

Selbst wenn er wirklich “seine” Bilder von den nachgemachten unterscheiden kann (z.B. durch Wasserzeichen o.ä.), müsste Knieper vor Gericht immer noch beweisen, dass der Abgemahnte tatsächlich dieses Foto und nicht ein nachgemachtes benutzt hat – üblicherweise macht man zu diesem Zwecke Screenshots vor Zeugen; genau das funktioniert aber nicht, wenn es nahezu identische Bilder aus freien Quellen gibt…

Nicht zuletzt würden bei einer solchen Aktion alle Knieper-Bilder früher oder später in der Google-Bildersuche auf die hinteren Ränge zurückfallen, so dass sie keiner mehr versehentlich benutzt. Womit sich das fragwürdige “Geschäftsmodell” dann endgültig erledigt hätte.