Rache…
…ist süss. Wobei ich als bekennender Nicht-Monogamist nicht so ganz verstehen kann, was an einem Seitensprung so schlimm ist, das man sich deswegen trennen müsste – im Gegenteil, weil als Marktwirtschaftler wissen wir ja, dass künstliche Monopole immer zu hohen Kosten bei unterdurchschnittlicher Leistung führen. Und deutlich schlimmer als eine Freundin, die mit jedem poppt, dürfte wohl eine sein, mit der absolut keiner poppen will. Es sei denn, sie bringt reiche Schwiegereltern mit in die Familie, da sieht das natürlich wieder ganz anders aus.
(via Bildschirmarbeiter)
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Käse. Was jeder haben kann, dessen Wert verfällt.
// Marco // 2007-09-25 09:55 // -
Wieso? Wenn man von einer möglichen Abnutzung mal absieht (die zumindest bei halbwegs mainstreamigen Praktiken keine Rolle spielen sollte, vor allem nicht gegenüber der natürlichen Alterung), sehe ich nicht, wieso das Fremdgehen den (Gebrauchs-)wert schmälern sollte – ganz im Gegenteil: Abwechslung, Spass an der Freude und nicht zuletzt die Notwendigkeit, dauerhaft für das andere Geschlecht attraktiv zu bleiben, sorgen für langfristigen Werterhalt. Demgegenüber steht in der monogamen Beziehung der starke Anreiz, höchstens so viel für die eigene Attraktivität zu tun, wie gerade noch erforderlich ist um den Partner nicht zu verlieren (und das ist nicht zuletzt wegen hoher Opportunitätskosten ggf. recht wenig).
Historisch gesehen sind die Gründe für die weite Verbreitung der Monogamie rein ökonomischer Natur, da das Aufziehen von “Kuckuckskindern” als hohes Investitionsrisiko betrachtet wird (ob zu Recht, ist eine ganz andere Frage, aber da das wie bei allen anderen Präferenzentscheidungen eine rein subjektive Angelegenheit ist, ist es in der Praxis irrelevant), das man(n) gern vermeiden möchte. Heutzutage gibt es aber zuverlässige Verhütungsmittel, so dass ein Festhalten an dieser überkommenen und nicht den menschlichen Bedürfnissen entsprechenden Beziehungsform nicht mehr notwendig ist.
// drchaos // 2007-09-25 12:46 // -
// Laura // 2007-09-25 13:58 //eine rein subjektive Angelegenheit ist”>
menschlichen Bedürfnissen entsprechenden Beziehungsform nicht mehr notwendig ist”>
Vielleicht ist Zweiteres auch nur für dich überkommen – für andere aber nicht? Vielleicht ist auch das subjektiv? Aber, nö, Monogamie ist gleich für die ganze Menschheit überkommen. Auf jeden Fall finde ich es toll, wenn du weißt, was “der Menschheit” gut bekommt. Ich bin leider noch nicht so weit, kann bis jetzt nur für mich sprechen. Aber ich bemühe mich um Fortschritte!
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Liebste Laura,
können wir uns darauf einigen, dass ich Selbstverständlichkeiten nicht immer extra hinschreiben muss? Natürlich muss jeder selbst wissen, was er tut, und natürlich sind persönliche Präferenzbekundungen aus dem drchaos.blog nicht in jedem Fall als universell gültige Weltanschauungsvorlagen für jedermann (und -frau) geeignet, aber das heisst ja noch lange nicht, dass ich jetzt vor jeden Beitrag einen länglichen Disclaimer stellen muss, das macht nur den Text unlesbar und beleidigt die Intelligenz der Leserschaft.
Überkommen ist ein Brauch übrigens dann, wenn sein ursprünglicher Zweck nicht mehr erfüllt wird, weil die Grundlagen weggefallen sind und/oder mit anderen Mitteln der gleiche Zweck besser verfolgt werden kann. Das hindert niemanden daran, trotzdem daran festzuhalten, nur notwendig ist das dann eben nicht mehr, höchstens noch eine von vielen möglichen Alternativen zum Erreichen eines bestimmten Ziels.
Was die menschlichen Bedürfnisse angeht, sollte ebenfalls klar sein dass es sich bei solchen Aussagen immer um statistische, durchschnittliche Betrachtungen handelt und der Einzelfall -wie bei jeder Betrachtung einer grossen Zahl von Stichproben- ggf. deutlich abweichende Eigenschaften bzw. Interessen aufweisen kann. Solange man sich das im Hinterkopf behält, ist es aber überhaupt kein Problem und keinesfalls ein hinreichender Grund, gleich die ganze Herangehensweise zu verwerfen, weil sonst kommt man schnell an einen Punkt, wo man überhaupt nichts mehr sagen kann, weil ja eh jeder Mensch verschieden ist (das ist zwar richtig, trotzdem weisen sie halt gewisse Gemeinsamkeiten auf). Statistische Merkmale zur Optimierung von Angeboten (oder zum Untermauern von Argumenten, die ja nichts weiter sind als Meinungs-Angebote) zu nutzen, ist unproblematisch, und dass sie nicht zur Rechtfertigung von Zwang taugen ist sowieso klar (siehe oben).
// drchaos // 2007-09-25 14:51 // -
Lieber Dr.,
tun wir doch nicht so, als wäre die eheliche Treue in der Vergangeheit wirklich von jedem als notwendig erachtet worden. Galt nicht Casanova vielen Männer als Vorbild? Der Mann als toller Hengst, die Frau als Jungfräulein brav zuhause. Oder als Hure – aber die ehelicht man sicherlich nicht!
“Notwendig” war die eheliche Treue doch nur für Frauen, oder?Und bei so manchem Zeitgenossen – und auch mancher Zeitgenossin – hat sich die damit verbundene Einstellung ja bis heute gehalten. Die “Dorfschlampe”, mit der jeder mal will, die aber jeder verachtet, ist ja auch heute nicht unbekannt. Interessanterweise werden die “Liebhaber” der “Dorfschlampoen” aber nicht verachtet.
Ansonsten: no problem. Mir kann’s ja wurscht sein, was andere Leute so treiben :)
Gruß, Laura
PS, Frage: Wärst du eigentlich bereit, die Pille für den Mann einzunehmen, wenn es sie dennn mal gibt? Weil die Pille, die du hier u.a. lobst, ist ja ausgesprochen schädlich auf Dauer. Der “Fairness” halber könnten Männer ja der Tatsache Rechnung tragen, dass zwei bei einer Befruchtung von Nöten sind. :)
// Laura // 2007-09-26 13:49 //



