September 2007

Freilaufender Schwerverbrecher

ahmadinejad.jpgSieht nicht aus wie Hitler, benimmt sich aber trotzdem so: Mahmud Ahmadinedschad

Wenn es nur einen einzigen Punkt auf der Welt gibt, in dem George Bush, FDJ-Merkel und ich sich völlig einig sind, dann darüber, dass der Mann da rechts auf dem Bild ein extrem gefährlicher Spinner ist, der eine ernsthafte Bedrohung für seine nähere und weitere Umgebung darstellt. Immerhin ist er so ziemlich der einzige Diktator in der jüngeren Geschichte, der offen damit droht, ein (nicht ganz) benachbartes Land mit einer Atombombe auszulöschen.

Was würde passieren, wenn ich jetzt hinginge und androhte, sagen wir mal, Holland zu atomisieren (zum einen, weil die Holländer mit ihren Wohnmobilen ziemlich nerven auf der Autobahn, und zum anderen weil die Sache mit Rijkaard, dem Lama noch lange nicht ausgestanden ist)? Wenn ich noch dazu anfangen würde, mir ein munteres Sammelsurium an Anlagen und Vorrichtungen zuzulegen, das nach übereinstimmender Meinung von Experten mittelfristig durchaus geeignet ist, daraus die besagte Hollandbombe zu konstruieren? Von einer Einweisung in die Psychiatrie über einen spontanen Kurztrip nach Guantanamo Bay bis hin zum kommentarlosen Verschwinden unter ungeklärten Umständen sind da sicher verschiedene Szenarien denkbar, aber eines wird bestimmt nicht passieren: Dass man mich in die USA einreisen und nicht nur unbehelligt durch New York City spazieren lässt, sondern obendrein noch erhebliche Steuergelder ausgibt, um dafür zu sorgen, dass mir niemand auf die Pelle rückt.

Beim Ahmadinedschad, der neben gelegentlichen atomaren Erstschlagsdrohungen noch andere Nettigkeiten auf Lager hat, wie z.B. Folter und besonders barbarische Hinrichtungsmethoden, sieht die Sache dagegen anders aus, der darf im Gegensatz zu anderen, unpolitischen Massenmördern frei herumlaufen und sich obendrein noch als armes, unterdrücktes Opfer des bösen, bösen Weltjudentums darstellen (selbst wenn ihm das wohl niemand so recht abnimmt). Und niemand unternimmt auch nur einen Versuch, ihn unschädlich zu machen, oder ihn wenigstens vor ein ordentliches Gericht zu stellen (wenn man denn meint, dass es da viel zu verhandeln gäbe). Und gäbe es einen anständigen Menschen mit einer anständigen Waffe, der mit dem Drecksack kurzen Prozeß machen und vielen Menschen somit viel Leid und Zerstörung ersparen würde, man würde ihn höchstwahrscheinlich sogar verhaften und anklagen, anstatt ihm die verdiente Medaille anzustecken.

Wie kann das sein? Das Zauberwort lautet “diplomatische Immunität”; es bezeichnet ein Abkommen praktisch aller Regierungsverbrecher untereinander, sich gegenseitig zu verschonen und lediglich die Untertanen des jeweiligen Widersachers umbringen oder verletzen zu lassen. Man könnte auch sagen “eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus”. Denn egal wofür oder wogegen ein Politiker ansonsten so eintritt, egal welche Religion, Ideologie oder sonstigen Beweggründe er vor sich herträgt, in einem Punkt sind sich alle einig, und zwar in der absoluten Ablehnung der persönlichen Verantwortung, erst recht dann, wenn es um den eigenen Kragen geht. Deswegen sind in der ganzen Welt die grössten und schönsten Bunker für die Staatsoberhäupter reserviert, werden die aufwändigsten und teuersten Sicherheitsmassnahmen für feige Schreibtischtäter arrangiert, die mit den tapferen Feldherren der Antike, die immerhin an der Spitze ihres Heeres in die Schlacht zogen, nichts, aber auch gar nichts gemein haben.

Es mag noch ein paar Monate oder vielleicht sogar Jahre dauern, aber die Chancen stehen gut dass es irgendwann zu einem Krieg gegen den Iran kommt. Der wird auf beiden Seiten viele tausend Tote und Verletzte fordern; hunderttausende werden ihr gesamtes Hab und Gut und Millionen Menschen zumindest einen Teil ihres Vermögens verlieren (denn der Krieg wird natürlich mit Raubsteuern finanziert). Da ist es doch beruhigend zu wissen, dass wenigstens die dafür tatsächlich Verantwortlichen dank der diplomatischen Immunität ungeschoren davonkommen werden, oder?

Peinlichkeiten des Tages

smallpecker.png

Heute schon blamiert? Irgendwann passiert ja jedem mal etwas Peinliches, meine persönliche Lieblingsstory ist dabei die von dem Kollegen, der nach einem ausgiebigen morgendlichen Toilettenbesuch einen ca. 30 cm langen Streifen Papier übersah, der sich irgendwie in der Hose verklemmt haben musste und nun wie ein Schwanz hinten aus dem Sakko heraushing – ein Bild für die Götter, das einem den ganzen Tag ein Grinsen ins Gesicht zwingt, leider gibt es kein Foto davon.

Nicht weniger blamabel ist das, was Ex-web.de-Chef Michael Greve heute mitteilen musste: Die nach dem Verkauf an United Internet unter “Combots” firmierende Gesellschaft hat nämlich über 35 Mio. Euro für die Entwicklung einer Messenger-Software ausgegeben, die offenbar überhaupt niemand nutzen will – weswegen man jetzt, nach über drei Jahren ohne nennenswerte Umsätze, die Reißleine zog. Ganz so schlimm ist das aber auch nicht, immerhin bleiben Greve aus dem damaligen Kaufpreis noch ca. 500 Mio. Euro übrig, mit denen er weitere innovative Konzepte verfolgen kann, zumindest für ein paar nette Poster sollte es aber auf jeden Fall noch reichen.

Den Vogel schiesst allerdings Henning Kagermann ab, der in einem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel unmißverständlich klarmacht, dass man auch als SAP-Vorstandsvorsitzender und promovierter Physiker dummes Zeug erzählen kann, für das sich selbst der letzte Hilfsinformatiker aus der zweiwöchigen Umschulung vom Arbeitsamt in Grund und Boden schämen würde. Kagermann glaubt an die Zahnfee, an Effizienzvorteile zentraler Verwaltungsorganisationen (die ja bekanntlich schon in der Sowjetunion und der DDR zu unermesslichem Reichtum und Wohlstand geführt haben) und an eine Behörde, die sich “nach getaner Arbeit auflöst und nicht zum Selbstzweck wird”. Sektsteuer, ick hör dir trapsen. Erst recht grotesk wird es, wenn Kagermann einerseits altbekannte Politpropaganda zum Bundestrojaner widerkäut (”halte die potenziellen Bedrohungen für groß genug, dass ich meine Persönlichkeitsrechte ein wenig zurückstellen würde”) und andererseits aber argumentiert, das sei ja alles gar kein Problem, “weil es leistungsfähige Verschlüsselungstechniken gibt”, mit denen sich Firmen vor Industriespionen (den Hauptnutznießern behördlich geförderter Sicherheitslücken) schützen könnten. Oder Terroristen vor staatlicher Schnüffelei, was den praktischen Nutzen der amtlichen Schadsoftware wieder zurück auf Combots-Niveau brächte.

Immerhin dürfte Kagermann auf den gemütlichen “IT-Gipfeln” des “Innovationsrates” von Ex-FDJ-Dummschranze und Steuererhöhungsweltmeisterin Merkel dafür gesorgt haben, dass SAP -ganz im Gegensatz zu Combots- über den Umweg der neuen Behörde ein üppiges Säckchen Raubgeld als Umsatz nach Hause tragen darf. Das hilft ihm sicherlich auch dabei, den Kurs der SAP-Aktie bis 2010 zu verdoppeln und somit seine an dieses Ziel geknüpften Aktienoptionen realisieren zu können. Wenn man schon als Depp dastehen muss, dann doch lieber als gut bezahlter.

Rache…

…ist süss. Wobei ich als bekennender Nicht-Monogamist nicht so ganz verstehen kann, was an einem Seitensprung so schlimm ist, das man sich deswegen trennen müsste – im Gegenteil, weil als Marktwirtschaftler wissen wir ja, dass künstliche Monopole immer zu hohen Kosten bei unterdurchschnittlicher Leistung führen. Und deutlich schlimmer als eine Freundin, die mit jedem poppt, dürfte wohl eine sein, mit der absolut keiner poppen will. Es sei denn, sie bringt reiche Schwiegereltern mit in die Familie, da sieht das natürlich wieder ganz anders aus.

(via Bildschirmarbeiter)

Sachen gibt’s…

Die lustigsten Stories erfindet ja das wahre Leben, und vor allem trifft man da Leute, die einem wohl kaum einer glauben würde, wenn man sie sich ausgedacht hätte. Zur Vorgeschichte:

drchaos.eu gibt es in dieser Form ja erst seit ein paar Monaten, die Älteren unter meinen Lesern werden sich vielleicht noch an den Vorgänger (drchaos666.blogspot.com) erinnern. Nun gut, jedenfalls dachte ich mir letzte Woche, dass ich die seitdem verwaiste Vorgängerseite einfach mal abschalten könnte, weil nach mittlerweile 4 Monaten müsste eigentlich selbst der letzte Heinz mitgekriegt haben, dass da nichts mehr passiert – zumal eine Weiterleitung eingerichtet war, die alte URL schon lange nirgendwo mehr erscheint und der Redirector (http://drchaos.dr.ag) sowieso von Anfang an auf die neue Seite zeigte.

SEO-technisch betrachtet war es vielleicht keine Glanzleistung, hinzugehen und den alten Account bei Blogger einfach komplett zu töten, immerhin stand der zu diesem Zeitpunkt noch auf Platz 1 bei Google für den Suchbegriff “fusker”, aber hinterher ist man immer schlauer und selbst die blödeste Aktion hat ja immer noch den Vorteil, dass man danach genau weiss, warum man das nicht mehr so machen sollte. Es kam, wie es kommen musste: Kaum war die Subdomain gelöscht, hatte sie sich auch schon jemand anders gekrallt, im konkreten Fall ein gewisser “dr. fusker“, der nun nichts weiter machen musste, als wieder zwei Seiten anzulegen, deren URL genau auf die alten Suchergebnisse passte – auf denen befindet sich sogar wieder eine (recht minimalistische) Fusker-Liste, angereichert mit ein paar Verbraucherinformationen (die sieht man aber nur, wenn man den Adblock Plus ausmacht).

Das Grinsen nicht so ganz verkneifen konnte ich mir allerdings angesichts des folgenden Kommentars:

fusker freak Hat gesagt…

Cool endlich sind die Fusker Links wieder mal ein bissel aktueller!

Hallo, gut geschlafen?! Da existiert seit über 4 Monaten eine neue Liste, mit allen Schikanen, Bewertungsfunktion und Vorschauansicht, und es gibt immer noch Leute, die wie die Behämmerten auf einem mittlerweile über ein Jahr alten Blogeintrag rumklicken ohne auch nur einen Zentimeter nach links oder rechts zu gucken (weil dann hätte Kollege “fusker freak” das fusker-o-rama wohl kaum übersehen können)? Oder scheitern die etwa alle am AVS? Dann will ich ehrlich gesagt auch nicht mehr weiterhelfen (können tät ich schon, müsste ja nur verraten dass man auch mal ein kurzes avs=off an so eine URL dranhängen kann). Mach ich aber nicht, schliesslich soll das hier ja intellektuelles Spartenprogramm bleiben, und nicht zum Mainstream für die tumbe Masse verkommen.

Virii included

Heute schon einen Anschiss vom Chef bekommen? Nicht so schlimm, tröstet euch damit, dass der -egal worum es geht- vermutlich deutlich harmloser ausgefallen ist als der, den ein ganz bestimmter Mitarbeiter von Medion wohl demnächst zu hören kriegt. Und zwar dafür, dass das Image für einige zehntausend Notebooks, die in der letzten Woche an Aldi ausgeliefert und dort verkauft wurden, mit einem historischen Bootsektor-Virus von 1994 verseucht ist. Der Virus selbst ist harmlos, hat keine Schadfunktionen und lässt sich mit Hilfe der Recovery-Console und einem beherzten bootrec.exe /FIXMBR kinderleicht entfernen, reichlich peinlich für Medion ist das natürlich trotzdem.

Munter spekulieren kann man jetzt darüber, wie in aller Welt der Virus-Oldie in das Image gelangen konnte; immerhin verbreitet er sich fast ausschliesslich über Disketten und die sind ja heutzutage nicht mehr wirklich üblich.

Adi und Eva

schlimmer Finger

Der alte Adi mit’m Schnauzbart, das ist schon ein ganz, ganz böser Bösewicht. So böse, dass man nix, aber auch gar nix an ihm gut finden darf. Zumindest dann nicht, wenn man weiter beim Staatsfunk arbeiten dürfen will.

Man darf zum Beispiel nicht sagen, “Was gut war, das sind die Werte, Kinder, Mütter, Familie, Zusammenhalt“, auch wenn das ansonsten im kollektivistischen Mainstream vor und nach ‘45 weithin unbestrittener Konsens sein dürfte und selbst dann nicht, wenn man sich im vorhergehenden Satz eindeutig von dem “völlig durchgeknallten, hochgefährlichen Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat” distanziert hat. Wobei der letzte Satz selbstverständlich irgendwo für jeden beliebigen Politiker gilt, nur das darf man als Staatsfunkangestellter natürlich erst recht nicht sagen.

Dummerweise hat der Hitler nicht nur eine Menge schlimmer Sachen gemacht, sondern obendrein auch noch Toilettenpapier benutzt. Die Konsequenzen für linientreue TV-Moderatoren im öffentlich-rechtlichen Rundfunk dürften auf der Hand liegen – ich habe jedenfalls die Vorstellung, Wetterschneckchen Laura Di Salvo vor laufender Kamera aus ihrer sexy Röhrenjeans zu pellen, erstmal bis auf weiteres aus der Liste der feuchten Träume gestrichen.

Abgesehen davon fragen wir uns allerdings, wann sich die Moderatorinnen und Moderatoren der ARD endlich genauso deutlich von anderen Nazi-”Errungenschaften”, wie z.B. dem Schornsteinfegergesetz, der Handwerksordnung oder dem Schulzwang distanzieren. Dafür wäre es nämlich wirklich höchste Zeit.

Hinweis: fusker-o-rama repariert

Der Fusker Aggregator geht ab sofort wieder, nachdem er die letzten paar Tage aufgrund eines leicht dämlichen Fehlers nicht aktualisiert wurde.

Sollte so was noch mal passieren, kann man sich auch einfach beim Webmaster beschweren. Der ist nämlich ein fauler Schlumpf und repariert grundsätzlich nur die Fehler, die er kennt…

Ein Zimmer in Berlin…

Ein anonymer Informant hat drchaos.blog den Mitschnitt eines Überwachungsvideos zugespielt, dessen Inhalt einige aktuelle Ereignisse in gänzlich neuem Licht erscheinen lässt. Einer kompletten Veröffentlichung des 30-minütigen Films, der nach Angaben des Informanten eine Ostberliner Wohnung in der Nähe der Museumsinsel zeigt, stehen zwar erhebliche ästhetische und geschmackliche Bedenken entgegen; wir haben jedoch eine Abschrift angefertigt, die im Folgenden wiedergegeben wird:

Die Kamera zeigt einen grossen Raum in einer Altbauwohnung, offenbar ein Wohnzimmer. In der Mitte des Raumes befindet sich ein zahnarztstuhlähnliches Gebilde, darauf liegt in Bauchlage ein schmächtiger, nackter Mann, Arme und Beine an den Stuhl gefesselt. Er trägt eine schwarze Ledermaske mit Löchern für Augen, Nase und Mund, letzterer ist aber mit einem roten Gummiball verstopft. Zwei Personen stehen neben dem Gefesselten: Ein dicker, stark behaarter Mann mit Vollbart, lediglich mit gelben Gummistiefeln und einer nicht ganz frisch wirkenden Unterhose bekleidet, sowie eine mopsgesichtige Frau Mitte 50, die einen umgeschnallten Kunstpenis trägt und eine Lederpeitsche in der Hand hält.

mopsgesichtige Frau:

“Wolfgang, Wolfgang, was war denn das am Freitag. Ich werde Dich strengstens bestrafen müssen.”

gefesselter Mann:

(unverständlich)

dicker Mann:

“Angie, der Knebel…”

mopsgesichtige Frau:

(rammt dem dicken Mann die Lederpeitsche in den Schritt) “Habe ich dir erlaubt zu sprechen, Sklave?”

dicker Mann:

(senkt den Blick schuldbewusst zu Boden) “Nein, Herrin.”

mopsgesichtige Frau:

“Dann halt dein schmieriges Maul, bis ich es dir erlaube.”

dicker Mann:

(kleinlaut) “Ja, Herrin”

mopsgesichtige Frau:

(rammt dem dicken Mann erneut die Lederpeitsche in den Schritt) “Und im Übrigen hast du mich mit “Herrin” anzureden, Sklave.”

dicker Mann:

“Ja, Herrin.”

mopsgesichtige Frau:

(wendet sich wieder dem Gefesselten zu) “und jetzt zu dir, du Wurm. Was hast du dir bei der Aktion am Freitag gedacht?”

gefesselter Mann:

(unverständlich)

mopsgesichtige Frau:

(schlägt dem Gefesselten die Peitsche mit einem lauten Klatschen auf das nackte Hinterteil) “ich kann dich nicht hören, Wicht!”

dicker Mann:

(guckt dämlich aus der Wäsche) “Herrin?”

mopsgesichtige Frau:

“ja, Sklave?”

dicker Mann:

“Darf ich etwas fragen, Herrin?”

mopsgesichtige Frau:

(genervt) “ja, von mir aus…”

dicker Mann:

“Der Knebel, Herrin…”

mopsgesichtige Frau:

(zeigt drohend mit der Peitsche auf den dicken Mann) “der bleibt drin, bis ich dir erlaube, ihn herauszunehmen”

dicker Mann:

“Ja, Herrin, selbstverständlich, Herrin. Aber der Wolfgang…”

mopsgesichtige Frau:

(drohend) “über dem sein Strafmass bestimme ich ganz allein!”

dicker Mann:

“Natürlich, Herrin. Es ist ja nur…”

mopsgesichtige Frau:

“Fass dich kurz, oder du kriegst einen kalten Einlauf!”

dicker Mann:

“…mit dem Knebel kann er doch nicht sprechen.”

mopsgesichtige Frau:

(runzelt erst die Stirn, nimmt dann nach einer kurzen Denkpause dem Gefesselten den Gummiball aus dem Mund) “Das weiss ich selbst, Blödmann!”

dicker Mann:

(macht den Mund auf und will etwas sagen, überlegt es sich aber anders und macht den Mund wieder zu)

gefesselter Mann:

“Darf ich auch mal was sagen?”

mopsgesichtige Frau:

(hebt die Peitsche erst zum Schlag, lässt sie dann aber wieder sinken) “Nein. Ja.”

gefesselter Mann:

“Wegen der Sache am Freitag. Das ist doch nur, weil mein Neffe, also mein Neffe, der wird nächste Woche 19…”

mopsgesichtige Frau:

(tippt den Gefesselten mit der Peitsche an den Kopf) “Erzähl hier keine Romane.”

gefesselter Mann:

“…und der wollte unbedingt ein gescheites Gewehr haben. Da hab ich halt gedacht, tu ihm den Gefallen und mach das Gesetz weg, damit er eines kaufen kann.”

mopsgesichtige Frau:

(schlägt dem Gefesselten die Peitsche mit einem lauten Klatschen auf das nackte Hinterteil) “So ein Quatsch. Nur weil er ein Gewehr will, brauchen ja nicht gleich alle eines kaufen dürfen. Stell ihm halt einen Waffenschein aus, Formulare dafür hast Du ja bestimmt noch welche.”

gefesselter Mann:

“Aber das Gesetz…”

mopsgesichtige Frau:

(schlägt dem Gefesselten die Peitsche mit einem lauten Klatschen auf das nackte Hinterteil) “Das Gesetz bleibt, wie es ist. Oder, noch besser, es wird verschärft. Deine Aufgabe ist, Gesetze zu erfinden, nicht welche abzuschaffen!”

gefesselter Mann:

“Aber alle müssen sich an das Gesetz halten…”

mopsgesichtige Frau:

(schlägt dem Gefesselten die Peitsche mit einem lauten Klatschen auf das nackte Hinterteil) “Natürlich nicht, Trottel. *Wir* müssen uns nicht daran halten. *Von* uns und *für* uns sind zwei ganz verschiedene Dinge.”

dicker Mann:

“Wo kämen wir da auch hin?”

mopsgesichtige Frau:

(rammt dem dicken Mann die Lederpeitsche in den Schritt) “Halt’s Maul, dich hat keiner gefragt.”

dicker Mann:

(kleinlaut) “Ja, Herrin.”

gefesselter Mann:

“In den Knast, da kämen wir dann hin.”

mopsgesichtige Frau:

(schlägt dem Gefesselten die Peitsche mit einem lauten Klatschen auf das nackte Hinterteil) “Ruhe jetzt, oder ich steck Dir meinen Gummipimmel in den Arsch!”

dicker Mann:

(guckt irritiert) “Das spürt der doch sowieso nicht.”

mopsgesichtige Frau:

(grinst hämisch) “Aber er wünscht sich, es wäre so…”

- to be continued -