August 2007

Voll im Trend: GEZ statt Meinungsfreiheit

Freie Meinungsäußerung

Es klingt unglaublich, scheint aber wahr zu sein: Nach dem Willen der GEZ soll es zukünftig nicht mehr zulässig sein, Ausdrücke wie “GEZ-Gebühren” oder “GEZ-Anmeldung” zu verwenden, oder eine von der Interpretation der GEZ abweichende Ansicht zum Rundfunkgebührenstaatsvertrag zu vertreten. Zumindest nicht für das Bildungsportal akademie.de, das mit einer strafbewehrten Unterlassungserklärung (im Volksmund: Abmahnung) dazu GEZwungen werden soll, auf die besagten Äusserungen zu verzichten, oder eine Vertragsstrafe in Höhe von 5100 Euro pro Verstoß zu zahlen – auf der schwarzen Liste befinden sich insgesamt etwa 30 Themen bzw. Begriffe (ob das Verbot auch gebräuchliche Charakterisierungen wie “Abzocker”, “Wegelagerer” oder “Rundfunkparasiten” umfasst, ist zur Zeit nicht bekannt).

Man kann nun das als kaum durchsetzbare, größenwahnsinnige Spinnerei eines völlig durchgeknallten Bürokraten sehen – und würde dabei, zumindest was die Durchgeknalltheit des betreffenden Beamten angeht, wohl kaum falsch liegen. Betrachtet man allerdings die Angelegenheit im grösseren Kontext, zeigt sich schnell, dass die GEZ damit eindeutig im Trend liegt, denn Politik und Behörden haben heutzutage immer weniger Skrupel, einfach mal die Maske fallen zu lassen. Zurückhaltung war gestern, heute wird ausgetestet, welche Frechheiten man den Menschen noch zumuten kann.

Das Problem nur: Egal, wie dumm oder frech ein Politiker oder Bürokrat auch redet oder handelt, es findet sich immer ein noch dümmerer “Mitmensch”, der das eigentlich voll okay und richtig findet – hier ein exemplarisches Beispiel für diese “Geisteshaltung”. Selbst wenn einiges dafür spricht, dass der verlinkte Beitrag nicht unbedingt ernst gemeint ist und zudem die Bewertungsfunktion eindeutige Zweifel an der Mehrheitsfähigkeit der Äusserung aufwirft, sollte man nie den Fehler machen, zu glauben, dass es solche Leute nicht gäbe. Es gibt sie. Und es sind nicht wenige. Denn eines ist sicher: Politiker und Beamte trauen sich so etwas nur, weil “man” ihnen das durchgehen lässt. Wären genügend Menschen willens, den Ausknopf zu drücken, wäre dieser Staat mit seinen Machenschaften innerhalb einer Woche Geschichte, woraus sich im Umkehrschluss folgern lässt, dass das, was aktuell abläuft, offenbar von (viel zu) vielen als im Grunde unproblematisch angesehen wird.

Woraus sich wiederum ergibt, dass die einzige Möglichkeit zur Verteidigung der verbliebenen Restfreiheiten in der physischen Separation der ordentlichen Mitmenschen von dem ganzen Rest besteht. Die Suche nach politischen Alternativen ist dagegen unnütze Zeitverschwendung, von ethischen Fragen mal ganz abgesehen, denn dem Mehrheitswillen wird bereits Genüge getan – und die Mehrheit will keine Freiheit, sondern Bevormundung. Freiheit muss daher gegen den Mehrheitswillen erzwungen werden; eine Diktatur zu errichten ist da allerdings auch keine Lösung, denn die macht ja schon per Definition nicht frei. Bleibt also nur die bereits erwähnte Mauer zwischen “uns” und “denen” – wer setzt den ersten Stein?

Ballerspass zum Nachmittag

Egal ob nervige Kunden, idiotische User oder dämliche Chefs dafür verantwortlich sind – Alltagsleben schafft Frust. Und der muss raus, sonst kriegt man am Ende noch Magengeschwüre oder so. So was muss ja nicht sein, also verrate ich Euch jetzt mal meinen Geheimtipp Nr. 1 zum Frust- und Stressabbau: Schusswaffengebrauch. Nichts auf der Welt, nicht mal Sex, wirkt so schnell und nachhaltig gegen aufgestauten Ärger wie eine ordentliche Salve aus dem Vollautomaten, und obendrein ist es auch noch billiger als die meisten Drogen – ein Magazin der AK47 mit 30 Schuss zu füllen, mit denen sich schon einige streßmindernde Salven gen Himmel schicken lassen, kostet lediglich schlappe 5 Euro. Stolze Besitzer eines richtigen Maschinengewehrs mit Gurtzuführung können sich deutlich längere Feuerstöße erlauben, was aber -wie alles im Leben- natürlich auch mit erhöhten Kosten einhergeht.

Selbstverständlich darf man mit der Waffe nicht auf unschuldige Menschen oder Tiere schiessen, ausser zur Gewinnung von Nahrungsmitteln. Aber das muss ja auch nicht sein, unbelebte Gegenstände wie Büchsen, Dosen, Fenster, Hauswände oder auch ausgediente Autos eignen sich schliesslich genausogut für diesen Zweck (wobei es eindeutig zum guten Ton gehört, den Eigentümer vorher um Erlaubnis zu fragen!). Ebenso bewährt hat sich die folgende Vorgehensweise: Termin beim Chef vereinbaren, Pumpgun mitbringen und während der Auseinandersetzung einfach mal beiläufig in die Decke schiessen – diese Argumentationstechnik überzeugt selbst den uneinsichtigsten Vorgesetzten davon, dass es der Gesprächspartner diesmal sehr ernst meint und man dessen Ansichten daher keinesfalls einfach so ignorieren sollte…

Sollte zufällig gerade keine Feuerwaffe zur Hand sein, die Nachbarn sich energisch gegen das Durchlöchern ihrer Fahrzeuge verwahren oder im Arbeitsvertrag gar ein ausdrückliches Verbot des Schusswaffengebrauchs in Firmenräumen vereinbart sein (manche Unternehmen sind in dieser Hinsicht leider wenig tolerant), bleibt einem immer noch die virtuelle Ballerei am PC. Und da trifft es sich gut, dass die Jungs von JohnnyTwoShoes gerade einen netten neuen Shooter veröffentlicht haben, der keine lokale Installation, sondern lediglich einen Browser mit Flash9 verlangt. Thermostorm heisst das Teil, und macht echt einen Mordsspass. In diesem Sinne: Feuer frei!

1.8 MB Metzelvergnügen

Supernanny Greatest Hits feat. Lukas

Wenn der Kleine so weitermacht, kriegt er bestimmt bald einen Vertrag bei Aggro Berlin – niveaumässig kann er da jedenfalls schon jetzt ohne weiteres mithalten:

Ron Paul? Ron Paul!

Man stelle sich einen amerikanischer Präsidentschaftskandidaten vor, der