Eine gewisse Niete aus Heidelberg

Dirk Niebel ist ohne jeden Zweifel ein widerwärtiger SchleimscheisserMensch ohne eigene Überzeugung, dessen primäre Eigenschaft darin besteht, dass ein potentieller Koalitionspartner (ähnlich wie bei seinem Parteifreund Westerwelle) Beliebiges in ihn hineinstecken und trotzdem immer ein befriedigendes Ergebnis bekommen kann. Das ist zwar keine neue Nachricht, und viel mehr würde man bei einem Zivilversager, der mangels sinnvoller Verwendbarkeit von der Bundeswehr über die Zwischenstation “Vermittler im Arbeitsamt” schliesslich im Bundestag endgelagert wurde, auch nicht erwarten, trotzdem fasst das ef-magazin diese altbekannten Tatsachen noch mal in Niebels eigenen Worten zusammen, denen zufolge folgendes liberale Positionen sind:

  1. 40% Staatsquote (=durchschnittliche Steuerbelastung) wären ein “Riesenerfolg”, schliesslich würde man seinen Opfern dann ja nur noch etwas weniger als die Hälfte ihres Einkommens rauben
  2. die Zwangsmitgliedschaft in IHK bzw. Handwerkskammer, für die deutsche Unternehmen Jahr für Jahr Millionenbeträge zum Fenster herauswerfen müssen, ist in Wirklichkeit eine Massnahme zur Steigerung der Freiheit (zumindest befreit es die Unternehmen von der Notwendigkeit, das Geld sinnvoll investieren zu müssen)
  3. Waffenverbote sind toll und wichtig, denn die sorgen für einen “Schutz des Staates für die Allgemeinheit” (grammatikalisch korrekt müsste es natürlich “vor der Allgemeinheit” heissen, aber verstehen tut man ihn auch so)
  4. Internet-Apotheken lassen sich nicht mehr verhindern, aber die “Politik muss den Übergang gestalten”, damit dabei nicht die Inhaber bestehender Pfründe zu kurz kommen
  5. öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist auch toll und wichtig (dass Niebel selbst damit ein nettes Zusatzeinkommen als ZDF-Fernsehrat erwirtschaftet, spielt bei seiner Meinungsfindung übrigens überhaupt keine Rolle), denn der sorgt dafür, dass Politiker ins Fernsehen kommen (ich wäre an dieser Stelle für öffentlich-rechtliche Galgen, aber das ist ein anderes Thema). Deswegen sollte zu deren Gunsten eine neue Steuer eingeführt werden.
  6. staatliche Zwangsschule (inklusive der gewaltsamen Entführung von Minderjährigen) ist auch voll okay, selbst wenn Niebel diesen Gedanken wohl erst während des Interviews zuende gedacht hat

Mein Fazit: Eine Gesellschaft, die solche “Liberale” hervorbringt, braucht für ihren Untergang keine Sozialisten mehr. Und eine Partei zu wählen, die solche Gestalten an ihrer Spitze duldet, ist ein schändlicher Verrat an den Mitmenschen, egal wie man zur Frage der Legitimität des Wählens an sich steht.

Ein Kommentar »
  1. Die FTP ist mindestens genau so überflüssig wie die anderen Parteien. Was ich ihnen aber übel nehme ist das sie sich “liberal” schimpfen. Niemand hat so viel dafür getan Liberalismus einen schlechten Name zu geben wie die FTP.

    // bitter_twisted // 2007-05-04 08:09 //

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