September 2006
Das eigene Handy weltweit orten…
…kann man ab sofort kostenlos hier. Hab das mal ausprobiert, und es klappt tatsächlich – die Bilder sind sogar so gut, dass man sich -nach einer Weile Rechenzeit- recht gut selbst erkennen kann. Auch wenn das ganze bislang nur mit einer Zeitverzögerung von ca. 1/2 Stunde funktioniert – beängstigend ist das schon.
Babe des Tages
Ich sag’s ja immer wieder: Babes, vor allem die hübschen, sind immer auch Botschafter ihrer Nation bzw. ihres Kulturkreises. Ein Beispiel: Ohne Ingvild wüsste ich bis heute nicht, ob es ein Land namens Norwegen gibt (ja, gibt es) und wo das ungefähr liegt (in der Nähe vom Nordpol). Sollte ich eines Tages einen Norweger treffen, wüsste ich zwar immer noch nicht viel über sein Land (wozu auch, ist eh zu kalt dort), aber ich würde sofort an Ingvild denken und wäre erst mal nett und freundlich zu dem Norweger, denn: Vielleicht hat er ja Töchter oder Bekannte…
Und offenbar bin ich nicht der einzige, der das so sieht, denn wer hat schon etwas gegen Norweger? Keiner, ausser dem Hitler natürlich, aber gegen wen hat der schon nix gehabt. Fragt man dagegen, wer etwas gegen Türken, Araber oder Iraner hat, erhält man deutlich differenziertere Antworten. Und warum? Weil sie ihre Babes hinter Kopftüchern und Schleiern verstecken, als ob sie etwas zu verbergen hätten, und einem als Kulturboten stattdessen ausgesprochen hässliche Typen wie Ahmadineschad, Motassadeq oder Erdogan hinstellen. Sicherlich ein denkbar schlechter Weg, um Sympathien auf dem internationalen Parkett zu bekommen. Die (naheliegenden) Folgen: Krieg, Terrorismus, Hass und Streit.
Dass das nicht so sein muss, zeigen wir mit unseren internationalen Babes. Sie sind daher ab sofort ein Teil der humanistischen Initiative “Porno-Bloggen für die Völkerverständigung”, die übrigens als Geheimtipp unter den Kandidaten für den Friedensnobelpreis gehandelt wird.
Und ausserdem sollten wir dringend mal was wegen dem Merkel unternehmen. Sonst stehen wir irgendwann so da wie der Iran.
Verkocht
In Kalifornien ist es sonnig. Sehr sonnig sogar, und wenn die pralle Sonne zu lange auf die eh nicht sonderlich gut gefüllten Schädel von Politikern knallt, kann es vorkommen, dass selbst der letzte klägliche Rest einer möglicherweise früher einmal vorhandenen Füllung spontan denaturiert. Die Folge? Man zieht vor Gericht und verklagt irgendwen auf Schadenersatz. Zum Beispiel gleich mal praktisch alle Autohersteller auf einmal, weil es kost ja nix (den Politiker, die Rechnung zahlt wie immer der Bürger). Und warum? Weil die Sonne scheint.
Dieses “Geschäfts”modell hat auf jeden Fall Zukunft. Ich werde gleich morgen früh die Grünen verklagen. Weil es (der globalen Erwärmung zum Trotz) regnet.
Die lieben Kollegen…
Neuerdings scheint es üblich geworden zu sein, innerhalb einer gewissen Szene den Feind vorwiegend in den eigenen Reihen zu suchen – nicht zuletzt bei den Freiheitsfabrikanten, die sich in letzter Zeit hauptsächlich der Produktion libertärer Fatwas widmen, mit deren Hilfe gute von bösen Freiheitsfreunden unterschieden werden können.
Das wäre an und für sich kein Problem, und vielleicht fände sich ja sogar der eine oder andere dankbare Abnehmer für dieses Produkt, wenn da nicht die ärgerlichen Mängel in der Qualität wären. So reibt sich Bloggerkollege Andreas Ullrich an einem Kommentar von mir auf ef-online:
So meint er, dass die “Vorstellung, ein paar Skinheads mit Baseballschlägern jagten Finanzbeamte und andere Politräuber nächtens durch die Innenstädte, durchaus ihren Charme hat”
und findet derartige Gedanken “todtraurig + verachtenswert!”. Nun denke ich, es sollte eigentlich einem hinreichend aufmerksamen Leser nicht entgehen, dass es sich hier vielleicht um eine ganz leicht überspitzte, satirische Darstellung handeln könnte und nicht zwingend um einen todernst gemeinten Aufruf zur Bildung einer libertären RAF exklusiv für Kurzgeschorene. Auch wenn ich es schon immer als strategischen Vorteil der Glatzenkultur empfand, dass sich der spontane Beitritt rein optisch sehr viel leichter gestaltet als z.B. bei Punks – 20 Euro für die Schermaschine beim Walmart, noch mal 30 für die Bomberjacke und 50 für die Boots, das sind schlappe 100 Euro für ein herzliches Willkommen im Kreis der neuen Kameraden, und das eklige, klebrige Haarspray kann man auch weglassen.
Aber genug geblödelt, ich hab ja nicht mal eine Glatze, und ausserdem waren wir eigentlich bei der Freiheitsfabrik und deren momentanen Qualitätsproblemen bei der Herstellung erzmoralischer Traktate. Diesbezüglich würde ich dringend dazu raten, den jeweiligen Stein des Anstosses sorgfältig von allen Seiten zu drehen und zu wenden, bevor man ihn mit dem verbalen Hammer in tausend Stücke zerschlägt. Dann wäre es z.B. aufgefallen, dass Kaspar Rosenbaum in dem von mir kommentierten Artikel mitnichten die Kultur der NPD als Vorbild für Libertäre propagiert, sondern vielmehr nur die Tatsache, dass sie eine spezifische Kultur haben, die auch bei an theoretischen Abhandlungen weniger Interessierten Zustimmung findet. Und eine Kulturrevolution, Herr Kastner, muss auch nicht zwingend ungehemmten Vandalismus a la Mao bedeuten, auch wenn die Verknüpfung des von manch einem kürzlich neu entdeckten Bürgertums mit der behäbigen deutschen Beschwichtigungs- und Konsensmentalität so untrennbar sein dürfte, dass das Zerschlagen von ein wenig Porzellan als Nebenwirkung der dringend erforderlichen radikalen Wurmkur unvermeidbar erscheint.
Ebenso ist der Artikel von Andre F. Lichtschlag in der Welt wohl kaum als ernsthafter Beitrag zur Optimierung der parlamentarischen Arbeit, sondern vielmehr als Anstoss zum Nachdenken über den Zusammenhang zwischen Demokratie und Gerechtigkeit gedacht gewesen. Gerade wer den Wahlrechtsentzug für Nettostaatsprofiteure aus Gründen der Gerechtigkeit empört von sich weist, soll durch die gezielte Provokation zum Sinnieren darüber gebracht werden, ob es denn gerecht sein kann, wenn eine Mehrheit mit parlamentarisch-demokratischem Persilschein ausgestattet eine Minderheit quasi zum unbegrenzten Ausplündern freigibt.
Was meinen eigenen kleinen Kommentar angeht, so ist dieser zugegebenermassen zwar von einer gewissen Lust zur Provokation geprägt, die sich bei mir unvermeidbar immer dann einstellt, wenn so vom moralisch hohen Ross herunter argumentiert wird wie jüngst in der Fabrik. Aber man kann die Frage der legitimen Selbstverteidigung angesichts einer sich immer schneller drehenden Spirale staatlicher Ausplünderung auch durchaus ernsthaft stellen. Was ist eigentlich unmoralischer: Eine Steuerbürokratie, die mit unsinnigen und zum Teil offen rechtswidrigen Aktionen Millionen Familien ins Elend und soziale Abseits treibt, ohne sich dabei die Finger schmutzig zu machen, oder ein paar (fiktive) Kurzhaarträger, die ihre Ablehnung des staatlichen Steuerterrors mit handfesten Argumenten gegenüber willfährigen Bütteln des Systems untermauern? Ich zitiere aus dem Beitrag des anarchistisch-revolutionärer Umtriebe sicherlich unverdächtigen Manager-Magazins:
Und bei den Hausdurchsuchungen sollen die Steuerfahnder die Kinder des Firmeninhabers Torsten Werlin (Name von der Redaktion geändert) massiv eingeschüchtert haben: “Der Papa”, soll ein Beamter feixend getönt haben, “kommt wohl bald ins Gefängnis.”
Ich muss ehrlich zugeben, trotz all ihrer Fehler sind mir die Skinheads deutlich sympathischer.
Babe des Tages
Deutschland, so belegte kürzlich eine Studie der Weltbank, ist in manchen Punkten sozialistischer und bürokratischer als China, z.B. beim Arbeitsmarkt. Daher traf sich Kanzlerin Merkel auch letzte Woche in Berlin mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Jiabao, um sich Tipps geben zu lassen, wie man das verbessern könnte – abgesehen von dem Vorschlag, ein paar Hundert Verantwortliche öffentlich aufzuhängen, wusste dieser allerdings auch keinen Rat.
Das ist schade, denn so kann Merkel ausser der innovativen Menschenrechtspolitik (deren Implementierung in Deutschland langsam in Schwung kommt) nicht viel von der Erfolgsmaschine China abkupfern, so dass uns nichts anderes übrig bleibt, als wirtschaftlich immer weiter zurückzufallen.
Das nun ist aber gar nicht so schlimm, wie es zunächst klingt, denn dann kommen irgendwann die reichen Chinesinnen hier zum Urlaub, um sich für ein Taschengeld mit deutschen Männern zu vergnügen. Und das wäre, wenn man sich unser heutiges Babe betrachtet, nun wirklich kein Grund zum Jammern.
Von Koffern, Richtern und Rechteinhabern
Das Landgericht Hamburg muss man sich als einen sehr idyllischen Ort vorstellen: Die grossen Bäume des benachbarten Parks spenden im Sommer angenehmen Schatten, zudem schützen sie vor allzu neugierigen Blicken von oben. Unter dem grünen Blätterdach sitzen Richter und Anwälte einträchtig beisammen, besprechen aktuelle Prozesse und Strategien, und würde ein Brancheninteressenvertreter mal versehentlich den einen oder anderen schwarzen Koffer, zufälligerweise prall gefüllt mit überschüssigen Banknoten eines Mandanten, ungeschützt in der prallen Sonne stehenlassen, so fände sich bestimmt ein treusorgender Staatsinteressenvertreter, der ihn sofort in seine liebevolle Obhut nähme, und das bestimmt nicht lediglich dazu, seinen Inhalt unmittelbar auf der nur ein paar Kilometer weit entfernten Reeperbahn zu verjuxen.
Es versteht sich von selbst, dass eine derart liebliche und friedvolle Umgebung die Herzen der Richter öffnet für die Leiden bestimmter, von der missgünstigen Aussenwelt besonders gebeutelter Menschen.
Da wäre zum Beispiel Mario Dolzer, Domainengel und unbescholtener Geschäftsmann, dessen Gedanken den ganzen Tag nur darum kreisen, wie er die Welt verbessern und seinen Mitmenschen den Tag mit neuartigen Mehrwertdiensten versüssen könnte. Die danken es ihm mit Unverständnis, bezeichnen ihn gar als “Dialer-Parasit” und rufen zum Massendownload seines Dialers auf. Obwohl er diesen normalerweise jedem Besucher seiner Seiten mit Hilfe von raffinierten Skripten förmlich aufdrängt, war das zu viel für den missverstandenen Philantropen: Verzweifelt wandte er sich an das Landgericht Hamburg, dessen Vorsitzender Richter Andreas Buske dem gebeutelten Manne auch sofort zu Hilfe kam und dem Handlanger der Lästermäuler, dem Heise Verlag, auftrug, dem Pöbel auf dem Wege der Vorabzensur das Maul zu stopfen, so dass jegliche zukünftige Schmähungen des Herrn Dolzer vermieden werden würden.
Während sich an der 24. Kammer Richter Buske (der im Volk so beliebt ist, dass man ihm mittlerweile gar eine eigene Homepage gewidmet hat) um die Wehwehchen haarfärbender Kanzler und geouteter Stasi-IMs kümmert, hat die 8. Kammer ein offenes Ohr für alle Nöte der Musikrechteverwertungsindustrie, deren derzeit sehr einträgliches Geschäftsmodell durch die massenhafte Vermehrung der Raubmordkopierer bedroht wird, die in dunklen Ecken des Interwebs, den sogenannten “Tauschbörsen” auf Opfer lauern um mit ihnen friedlich Dateien auszutauschen ihnen hinterrücks die Kehle durchzuschneiden.
Gegen derart üble Machenschaften steht die 8. Kammer Gewehr bei Fuss parat, mit allen zivilrechtlichen Mitteln den unerwünschten Datenverkehr zu blockieren (im Gegensatz zum Strafrecht gilt dabei ja nicht der lästige Grundsatz, dass die Schuld des Angeklagten zweifelsfrei zu beweisen ist). Und mit der Präzision einer Guillotine (die leider nicht mehr zur offiziellen Ausrüstung bundesdeutscher Zivilrichter gehört) fallen die Urteile (fast) immer zugunsten der Rechteinhaber: Internetanschluss bessessen? Zack, Kopf ab. Offenes WLAN betrieben? Zack, Kopf ab. Ob und wer tatsächlich in der Tauschbörse aktiv war, wird da genauso zur bedeutungslosen Nebensache wie einschlägige Gesetzestexte, wenn -und nur wenn- derartige Kleinlichkeiten den Interessen der Schützlinge des Gerichts entgegenständen.
Im gleichen Gebäude wie das Landgericht residiert übrigens das hanseatische Amtsgericht Mitte – und nimmt sich selbstverständlich die Kollegen von oben zum Vorbild: Wer von einer Webseite Bilder übernimmt, die dort ausdrücklich zur freien Benutzung zur Verfügung gestellt werden(!), muss trotzdem völlig überhöhte Abmahngebühren zahlen, denn die Anwältin des klageführenden “Pressedienstes” bat um ein extra hartes Urteil, damit man es
“anderen dem Beklagten gleichgesinnten Verteidigern der Freiheit des Internets zukünftig entgegenhalten”
könnte. Ob sie einen Koffer dabeihatte, wissen wir zwar nicht, das Amtgericht kam jedenfalls der Bitte der Anwältin in vollem Umfang nach.
Babe des Tages
Schöne Bilder in angenehm hoher Auflösung von JustTeenSite.
YouTube reloaded
YouTube und Google Video sind an und für sich ganz nette Dienste, haben allerdings ein gravierendes Problem: Zwar gibt es dort viele lustige Clips und auch das eine oder andere Musikvideo für umme, aber der eigentliche Killer-Content, also das, wonach 99% der Internet-Benutzer suchen, fehlt. Genau, ich rede von Porn.
Ab sofort ist das aber deren Problem, und nicht mehr unseres, denn jetzt bringt Porno Tube eine fette Menge user generated adult content an den Start, selbstverständlich Web 2.0-kompatibel vertaggt. Das ist endlich mal social networking, wie wir uns das schon immer vorgestellt haben, und eine gute Ergänzung zu den unbewegten Bildern aus dem Fusker.
Babe des Tages
So, hiermit erfolgt denn auch die ordnungsgemässe Rückmeldung aus dem Urlaub.
Tatsächlich bin ich ja schon seit ein paar Tagen wieder da, aber weil ich bei der Ankunft naiverweise kurzbehost aus dem Auto stieg, brauchte es halt ein paar Tage, bis ich wieder aufgetaut war.
Tolles Wetter hier, übrigens. Ehrlich.
Ohne Worte

(via vowe.net)



