Sex liegt in den Genen

Einer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung zufolge (deutschsprachiger Artikel zum Thema) besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen der sexuellen Erregbarkeit eines Menschen und verschiedenen Ausprägungen des Dopamin-D4-Rezeptor-Gens (DRD4). Eine bestimmte Mutation des Genes, die bei ca. 30% der Teilnehmer vorkam, bewirkt demzufolge eine besonders hohe Erregbarkeit und starkes Verlangen, während Träger einer anderen Mutation, die mit 60% Häufigkeit auftritt, bei der Befragung angaben, eher wenig Interesse und Freude am Sex zu empfinden.

Seit längerem bekannt ist, dass Dopamine (und deren Rezeptoren) eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit dem Wirkmechanismus stimmungsverändernder Drogen, vor allem Ecstasy(MDMA) und Kokain, spielen (hier eine nette, bebilderte Einführung in die Thematik). Nicht zu Unrecht haben daher wohl auch beide Stoffe den Ruf, bei der Ausübung einschlägiger zwei- oder vielsamer Aktivitäten enorm bereichernd zu wirken.

Die neuen Ergebnisse lassen auf jeden Fall hoffen, dass die fortschreitende Entwicklung in den Neurowissenschaften mittelfristig zur Entdeckung neuer, reizvoller Substanzen führen wird, die wesentlich zielgenauer und nebenwirkungsfreier wirken als die herkömmlichen Drogen. Vielleicht erfindet ja eines Tages tatsächlich einmal jemand ein reales Soma

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