Mai 2006
Babe des Tages
In Berlin wurden heute morgen die Uniformen vorgestellt, die die zur Mannschaftsbetreuung eingesetzten Hostessen während der Fussball-WM tragen.
Die Betreuerinnen der iranischen Nationalmannschaft werden allerdings aus Rücksichtnahme auf die religiösen Gefühle unserer Gäste einen Schafwollpulli darüberziehen.
Es lebe die Revolution
Wenn man eine 26-jährige ver.di-Tante trifft, die sich selbst als trotzkistisch bezeichnet, Mitglied der WASG ist und die Politik von SPD und PDS “neoliberal” findet, kann man sich schnell ein paar sozial engagiert klingende Sprüche zurechtlegen, und gemäss der alten Regel “dumm fickt gut” auf eine anregende Abendgestaltung zu zweit hoffen. Lucy Redler wäre dafür rein optisch betrachtet gar nicht mal die schlechteste Wahl, und bei dem, was Madame Sozialpädagogentochter so alles von sich gibt, dürfte das vermutlich die beste Nacht des Lebens werden, sollte in der oben zitierten Regel auch nur ein Körnchen Wahrheit stecken.
Vorher sollte man aber mindestens eine Doppelpackung Oropax kaufen, denn Lucy fängt da an, wo andere vor lauter Kopfschmerzen schon lange aufgehört haben:
Ich stelle mir eine Gesellschaft vor, die nichts zu tun hat mit dem, was es in der Sowjetunion und der DDR gegeben hat, mit dem also, was ich als Stalinismus bezeichnen würde. Ich stelle mir eine Gesellschaft vor, die frei ist von Armut, von Arbeitslosigkeit, von Rassismus, frei von den ganzen Spaltungsmechanismen, die es im Kapitalismus gibt.
Mit 14 glauben viele Mädchen an Traumprinzen und platonische Liebe, mit 26 manche noch immer an Sozialutopien und den Weihnachtsmann…
Sie beide hätten eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, wären gut gelaunte Kollegen und würden in einem Kleidungsgeschäft bei gut gelaunten Verkäuferinnen einkaufen, weil diese Verkäuferinnen deutlich weniger in der Woche arbeiten, einen besseren Lohn bekommen, genaue Einsicht darin haben, wie der Betrieb läuft, und mitbestimmen können.
Würde man den Staat abschaffen, müsste man -um den gleichen Betrag zu erwirtschaften- sogar deutlich weniger als 20 Stunden in der Woche arbeiten gehen (bei einer Staatsquote von weit über 50%). Aber das meint Frau Redler nicht:
Selbst wenn ich am 18. September ins Abgeordnetenhaus komme, werde ich H & M deshalb nicht vergesellschaften können. Leider. Würde ich gerne.
Geile Idee, Stringtangas gratis für alle, zumindest solange bis die Lager leer sind. Und wenn wir die Bäckereien gleich mitverstaatlichen, passen die demnächst auch den adipösesten Mitbürgerinnen.
Ich glaube, dass es schon darum geht, mindestens die Schlüsselindustrien zu vergesellschaften und sie unter demokratische Kontrolle zu stellen. Es geht nicht darum, ein kleines Stück vom Kuchen zu bekommen, sondern es geht darum zu entscheiden, mit welchen Zutaten wird der Kuchen hergestellt, wo wird er verkauft, zu welchem Preis, und ist er gesundheitsfördernd.
Gesundheitsfördernder Staatskuchen – lecker! Und alle essen den freiwillig:
Ich glaube, dass es in einer sozialistischen Gesellschaft so viele hervorragende, preisgünstige Restaurants geben würde, wo das Essen total gesundheitsfördernd ist, dass die Menschen nicht mehr so wild darauf wären, zu McDonald’s zu gehen.
So richtig sozial und gerecht ist das aber nicht, denn die armen McDonalds-Angestellten haben doch auch ein Recht darauf, dass ihre Produkte gegessen werden…
Zumindest sollte der Staat die dann subventionieren.
Ich verstehe Sozialismus nicht als Zwang oder als Einschränkung, wo es nur eine Produktpalette gibt, wo alles total grau aussieht und nicht schmeckt.
Ob sie schon mal mit jemandem geredet hat, der vom echten Sozialismus kosten durfte?
Ich verstehe Sozialismus als Bereicherung.
Da bleib ich gerne arm.
Wenn alle entscheiden könnten, dann würden alle schön bei Bio-Geschäften einkaufen. Die meisten Leute mit Hartz IV oder einem Durchschnittslohn haben dazu überhaupt nicht die Möglichkeit. Sie haben nur die Wahl zwischen Aldi und Lidl.
Im realen Sozialismus gab es weder Aldi noch Lidl noch Bioläden. Aber nicht weitersagen…
Ich denke, ein großes Problem ist, wie viel die [Gewerkschaftsführer und Politiker] verdienen. Viele von denen sind doch mit ihrem Verdienst näher an der Manageretage dran als an den Beschäftigten, die sie vertreten sollen. Deshalb sollten auch Politiker, die im Bundestag sitzen, nicht mehr verdienen als ein normaler Facharbeiter.
Typisch Sozialismus: Jeder bekommt das Gleiche, die individuelle Leistung zählt nichts, und die Facharbeiter sind wieder mal die Dummen. Ich bin für eine an der Wertschöpfung orientierte Bezahlung: Politiker verdienen prinzipiell gar nichts, ausser vielleicht eine Tracht Prügel.
Babe des Tages
So, nach einer etwas längeren Pause geht es jetzt wieder frisch voran, und wir starten gleich mal mit einem neuen Babe…
SEO Wettbewerb
Hommingberger Gepardenforelle, anyone?
Habe jedenfalls gerade festgestellt, dass eine Suche nach “arschgepfählt” weder in Google, noch in MSN oder Yahoo irgendwelche einschlägigen Resultate bringt. Sprich, ich habe soeben ein Wort gefunden, das es im weltweiten Netz, zumindest in dem Teil, der von Suchmaschinen durchforstet wird, schlichtweg nicht gibt. Und das, ohne dass es sich dabei um ein irgendwie ungewöhnliches oder auffälliges Wort handeln würde.
Mit diesem Wissen kann man nun vielerlei Dinge machen:
- Man kann sich vornehmen, das Wort morgen im Geschäft mindestens fünf Mal zu benutzen (bringt Stimmung in jedes Meeting!)
- Man kann darauf achten, wer das Wort neuerdings verwendet – und damit heimliche Leser von drchaos.blog enttarnen
- Man kann das Wort als den letzten fehlenden Baustein erkennen, den man noch gebraucht hat, um endlich das Schwulenporno-Drehbuch zu schreiben, von dem man schon so lange träumt
- Man kann selber versuchen, mit dem Wort möglichst hoch in den Google Index zu kommen – Platz 2 sollte dabei allerdings selbst für Anfänger erstmal kein Problem sein
- Oder man kann zeigen, dass man der wahre SEO ist, indem man so lange optimiert, bis das Wort im Zeitgeist auftaucht.
Ok, die fünfte Variante schafft wahrscheinlich niemand bis übermorgen. Aber um einen Anreiz zu schaffen, spendiere ich dem ersten, der das schafft, ein drchaos.dr.ag T-Shirt, sowie ein dort hineinpassendes Babe, für mindestens eine Woche. Wir hatten ja sowieso schon lange keinen Wettbewerb mehr hier, wird also eh höchste Zeit…
Babe des Tages
Erst ein paar Runden mit den Skates gedreht, und dann ab auf die Matte, das ist auch nicht die schlechteste Variante. Warmlaufen, quasi. Und dabei schwitzen.
Ich persönlich finde ja verschwitzte Frauen extrem scharf, und zwar so sehr, dass ich niemals mit Brille in die Sauna gehen könnte. Und überhaupt, der Paarungsakt muss glitschig sein, und klebrig. Wenn man danach ohne zu duschen ins Büro gehen kann, ist es auch kein richtiger Sex gewesen. Wem das zu aufwändig ist, der kann ja gerne weiterhin in Socken onanieren…
In Memoriam: thesexclub.tv
Das Grundrezept war ebenso genial wie einfach: Ein Appartment, drei Studenten (2w, 1m) plus gelegentliche Besucher, ein wenig MDMA
und viele, viele Webcams. Das alleine wäre zwar Ende 2002 angesichts mehrerer tausend mehr oder weniger professioneller Camgirls weder besonders originell noch bemerkenswert gewesen, aber diese Seite stand von Anfang an für mehr als nur eine simple Klickshow zum Schnellentsaften in der Mittagspause.
Denn wo sich auf den meisten Camseiten lustlose Hausfrauen mit starkem sächsischen oder russischen Akzent auf eine Weise selbst befingern, die den Beobachter unwillkürlich an die Handhabung von Textilien auf einem Waschbrett erinnert, fand auf thesexclub.tv das pralle Leben pur statt. Nicht nur die beiden Hauptakteure Sadie und Adian, auch alle Gäste waren authentische party people, die aus und mit Spass an der Freude zur Sache gingen, ohne das in professionellen Produktionen oft zu beobachtende angestrengte Bemühen, möglichst erregt zu wirken, obwohl man den Darstellern im Gesicht ansieht,
dass sie in Wirklichkeit an Käsekuchen oder ähnliches denken. Und wie es da zur Sache ging: Zu zweit, zu viert, M mit F, MM mit F, F mit F, FFF mit MM und -für die Branche durchaus revolutionär- nicht selten auch mal M mit M, und immer wieder alle durcheinander, ein überaus geiler Rudelbums, wie man ihn wohl niemals in ein Drehbuch oder Script hätte fassen können.
Und überhaupt, die Parties: Auf denen wurde mitnichten nur gepoppt, sondern gelacht und geraucht, Techno und Industrial gehört, gesoffen und gekifft, wie man das halt so eben tut. Und eben immer wieder zwischendrin gevögelt, wie man das leider viel zu oft nicht tut, auch wenn alle Anwesenden daran vielleicht durchaus Interesse hätten, sich aber niemals trauen würden, so etwas offen zuzugeben. Insofern kann man den Sexclub durchaus auch als Gegenentwurf zur Renaissance der 1M+1F-Spiesserpärchenidylle, als vernünftige Alternative zu Kopftuchtragen und “Wahre Liebe wartet” betrachten, ein Lebensstil für die legitimen Erben der sexuellen Revolution,
die die von den Eltern hart erkämpften Freiheiten einfach und selbstverständlich nutzen, anstatt blind den von Politikern, Pfaffen und anderen lustfeindlichen Bevormundern ausgegebenen Parolen von Keuschheit, Monogamie und Kinderproduktion für Volk und Vaterland nachzueifern. Benötigt würden solche positiven Vorbilder heutzutage jedenfalls dringend.
Irgendwann zwischen dem 11. Mai und dem 8. Juni des Jahres 2004 war die Webseite plötzlich nicht mehr erreichbar; nachdem Besucher einige Monate lang auf www.cia.gov weiterleitet wurden, hat sich mittlerweile ein Anbieter herkömmlicher “Amateur”-Clips an der Adresse niedergelassen. Die alten Videos sind offiziell nirgends mehr erhältlich, mit etwas Glück findet man aber ein paar davon
über den Donkey (Suche nach “thesexclub.tv” oder “FuckFuckFuck avi”) oder via Torrent. Der Download lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn man beim Betrachten unwillkürlich mehr als nur ein bisschen wehmütig an die wilden Parties der eigenen Jugendzeit zurückdenkt, die für manch einen heute genau so unerreichbar weit weg sind wie für uns alle das originale thesexclub.tv.
Babe des Tages

Heutzutage muss man flexibel sein, heisst es ja immer wieder. Wie man an unserem Babe für heute (übrigens ein Leservorschlag, danke dafür!) sehen kann, lohnt sich das auf jeden Fall.



