Februar 2006

Hatschi!

Babe des Tages

Drauf geschissen

So sieht es also aus im “freiesten Rechtsstaat auf deutschem Boden”: Nicht mal sein Klopapier darf man nach eigenen Vorstellungen dekorieren, ohne ein Jahr Haft zu riskieren. Und das nur, weil ein Richter die Hosen gestrichen voll hat:

Das Strafmaß sei auch im Zusammenhang mit der aktuellen politischen Diskussion um die Mohammed-Karikaturen zu betrachten, sagte Richter Carsten Krumm vom Amtsgericht Lüdinghausen (Nordrhein-Westfalen). “Die Bedeutung hat sich erheblich gesteigert durch die weltpolitische Lage.”
[...]
Die islamische Republik Iran hatte sich im Vorfeld des Prozesses in einer offiziellen Note an das Auswärtige Amt in Berlin gewandt und scharf gegen die Verunglimpfung des Koran protestiert. Auch der Oberstaatsanwalt betonte, mit der Strafzumessung sei ein “deutliches Zeichen nach außen gesetzt worden.”

Wir lernen: Wenn die “Islamische Republik Iran” unterschwellige Terrordrohungen diplomatische Noten ins Spiel bringt, verschwindet die vielbeschworene “richterliche Unabhängigkeit” genauso schnell aus dem Gesichtsfeld wie das inkriminierte Papier nach Betätigung der Spültaste. Wen scheren angesichts der “weltpolitischen Lage” schon Details wie die Tatsache, dass das religionskritische Druckwerk schon im Sommer 2005 entstand, also lange vor den aktuellen Ausschreitungen, als die als jetzt strafverschärfend bewertete “weltpolitische Lage” noch gar nicht existierte.

Wer jetzt noch Hygienepapier mit einem harmlos klingenden Markennamen bedruckt, sollte daher besser hoffen, dass nicht zwischenzeitlich irgendein obskurer Schurkenstaat auf die Idee kommt, genau diesen Namen für ein heiliges Buch zu verwenden und anschliessend über diplomatische Kanäle Strafmassnahmen gegen den Hersteller zu verfügen. Zumindest dann nicht, wenn der Schurkenstaat über grössere Öl- und Gasvorkommen verfügt und gleichzeitig guter Kunde für vielseitig nutzbare  Industrieanlagen ist. Sonst wird man nämlich ganz schnell mal zum Objekt einer diplomatischen Geste, und auf die Erfahrung kann man ganz gut verzichten.

Ausrede gesucht…

Hmm, nach einem kurzen Blick auf den Kalender musste ich doch tatsächlich feststellen, dass hier seit ganzen 8 Tagen keine Updates mehr gekommen sind. Hmm, da brauch ich jetzt wohl ‘ne verdammt gute Ausrede. Besser gleich ein paar, so dass für jeden Leser eine glaubwürdige dabei ist. Also gut:

Sorry, dass ich ‘ne Weile nicht so zum Bloggen gekommen bin, aber…

  1. …neulich kam ein guter Kumpel vorbei mit einer Riesenladung Gras, und ehrlich gesagt kann ich mich gar nicht richtig erinnern, was die letzte Woche passiert ist.
  2. …neulich kam ein guter Kumpel vorbei mit 35 Gigs feinstem pr0n, und danach taten mir die Finger so weh, dass ich eine Woche lang nicht mehr richtig tippen konnte.
  3. …neulich kam ein guter Kumpel vorbei und wollte mit mir zusammen ausprobieren, ob das mit den Pheromonen wirklich so gut funktioniert, wie in den einschlägigen Spam-Mails behauptet. Und wie das funktioniert!
  4. …neulich kam ein (nicht ganz so) guter Kumpel vorbei und wollte endlich sein Geld wiederhaben. Da musste ich halt mal für eine Weile verschwinden.
  5. …neulich traf ich einen Mann auf der Strasse, der einen Stapel Freikarten für den lokalen Puff verschenkt hat (”gelten aber nur diese Woche”).
  6. …neulich rief mich ein Mann mit fremdländischem Akzent an und bat mich, ihn wegen der Geschichte mit den Karikaturen zu treffen. Da bin ich halt hingefahren und hab das geregelt. Na ja, auf das nächste Osama-Video werdet ihr jetzt wohl noch ‘ne ganze Weile warten müssen.
  7. …neulich bin ich so spazieren im Wald, da treff ich doch tatsächlich ein paar Marsianer, mitsamt ihrem Ufo. Fragten mich, ob ich ihnen helfen könnte, herauszufinden welches das beste Freudenhaus auf diesem Planeten wäre (die armen Säue waren abkommandiert, um den Besuch von ihrem marsianischen Obermacker vorzubereiten. Immerhin hatte man ihnen ausreichend Budget spendiert).
  8. …neulich fragte mich ein Bekannter, ob ich ihm kurz helfen könnte, schnell mal seine Bude auszumisten.
  9. …neulich fragte mich ein guter Kumpel, ob ich mir 10 wirklich gute Ausreden ausdenken könnte. Nach einer Woche hab ich aufgegeben…

Babe des Tages

Ich will auch an den Strand!

Ayatollah Rave Party

Jetzt veröffentlicht: Der iranische Beitrag zum Eurovision Song Contest

Kein Freund und Helfer

Das ist mal wieder typisch: Wenn man die Polizei braucht, hilft sie einem nicht, und obendrein hat man selbst noch Ärger am Hals. Mit einer privaten Rechtsagentur wäre das nicht passiert…

Babe des Tages

Dieses Girl hat wirklich Feuer in der Hose…

Pottsau des Tages

Über drei Ecken von einer Hotline-Supporterin eines grossen schwedischen Möbelhauses gehört: Da gibt es doch tatsächlich Kunden, die anfragen, ob das Produkt SAGÅN spülmaschinengeeignet  wäre. Igittigitt, hoffentlich lädt mich der Betreffende nie zum Essen ein.

Aber die Schweden sind auch nicht besser. Oder sollte mit dem Namen LEKEN wirklich keine Aufforderung verbunden sein?

Babe des Tages

Zugegeben, bei Tante Heidi wäre dieses Bunny wahrscheinlich hochkant rausgeflogen. Aber ich finde, ein Babe darf gerne etwas griffig  sein, das schmälert den Reiz keineswegs, eher im Gegenteil.

Bevor ich jetzt allerdings mit Fanpost aus der Abteilung BMI>50 überschüttet werde: “Griffig” hat auch was mit “umgreifen können” zu tun. Litfaßsäulen gehören auf die Strasse, nicht ins Bett.

Prädikat: Wertlos

Danke, Mr. Carlson, jetzt fühle ich mich wieder richtig gut motiviert:

Wäre aber sicher noch steigerbar, z.B. indem man ‘not a single cent‘ anstatt der nackten Zahl ausgibt.

Parasitäre Gedankenkontrolle

Nein, es geht diesmal nicht um Politiker. Sondern um Toxoplasmose, einem einzelligen Parasiten, der im Darm von vielen Katzen lebt, aber auch andere Tiere, vor allem Ratten, und eben Menschen, befallen kann. Bei diesen sogenannten Zwischenwirten siedeln sich die Vorstadien (Oozysten) des Parasiten im Gehirn  an und beeinflussen das Verhaltens, wie eine aktuelle Studie ergab. Mit Toxoplasma gondii infizierte Ratten fühlen sich nämlich vom Geruch von Katzenurin regelrecht angezogen, während gesunde Tiere darauf mit Panik und Flucht reagieren. Da dort, wo es nach Katze riecht, meist auch mit Katzen zu rechnen ist, bringt die Verhaltensänderung den Ratten einen lebensgefährlichen Nachteil, wovon der Parasit wiederum profitiert (die Katze frisst die Ratte und infiziert sich).

In der Natur finden sich tatsächlich noch andere Beispiele von Parasiten, die ihre Wirte kontrollieren, z.B. der Saugwurm Dicrocoelium dendriticum, der befallene Ameisen dazu bringt, auf Grashalme zu klettern, wo sie von Vögeln (dem Endwirt) gefressen werden.

Beim Menschen besteht nun der Verdacht, dass Toxoplasmose Schizophrenie verursachen kann. Ob der Parasitenbefall noch weitere Folgen hat, ist derzeit nicht bekannt, vorstellbar wäre es allerdings. Auf jeden Fall empfiehlt sich angesichts der Infektionsgefahr ein vorsichtiger Umgang mit Katzen.

Babe des Tages

Wie lockt man heisse Kätzchen an? Natürlich mit einer Schale Milch…

Treffer, versenkt, Teil 2

Da schau mal einer an: Die bösen, bösen Islamkarikaturen wurden schon lange vor der derzeitigen Kontroverse veröffentlicht. Und zwar nicht nur in Dänemark, sondern ausgerechnet in Ägypten!

Dummerweise gab es damals gar keine Ausschreitungen…

Es scheint, als musste der Ausbruch spontanen Volkszorns (wie auch in diesem Fall) sorgfältig vorbereitet werden. Wer das wohl gewesen sein könnte? Vielleicht die Flaggenhändler?

Merke: Es ist immer höchst verdächtig, wenn “das Volk” im Gleichklang mit der jeweiligen Regierung “demonstriert”. Geistig gesunde Menschen protestieren im Regelfall nämlich gegen  die Politik, nicht mit  ihr, weil sie ihre eigenen Ziele verfolgen, die sich nur in Ausnahmefällen mit denen des Staates decken.
Wer also gleich eine ganze Gruppe für diese oder jene Verfehlung prügeln möchte, sollte sich überlegen, ob es nicht nur ein paar einzelne politische oder religiöse Führer sind, die die Schläge verdient haben.

(gefunden wieder mal bei PI)

Babe des Tages

Von so einem Hochhausdach hat man eine schöne Aussicht; das wird sich wohl auch unser Babe gedacht haben.

Die Frage, die uns alle brennend interessiert, ist aber natürlich, wo  diese Bilder aufgenommen worden sind? Die Brücke (z.B. auf Bild Nr. 7) und der Kühlturm (Nr. 15) könnten wichtige Hinweise geben; wer die Tankstelle identifiziert, kann die Region vermutlich ebenfalls recht gut eingrenzen. Google Earth ist dabei sicher auch ein hilfreiches Werkzeug.

Ich würde jetzt gerne wissen, ob meine Leser fit genug sind, dieses Rätsel zu lösen. Als Prämie für die erste richtige Antwort (bitte mit Beleg!) setze ich eine optimismusfördernde String-Emil-Kaffeetasse, selbstverständlich inklusive Versand (weltweit).

Viel Spass beim Suchen!